Samstag, 18. Februar 2017

die Grammatik bleibt ein weites Feld

und ich hatte den Eindruck,
dass viele an dem Thema interessiert sind...

deswegen teile ich mal meine nächsten Überlegungen

die Frage nach dem Subjekt fällt manchen Kindern nicht leicht
und so könnte ich mir dieses Material vorstellen

die Zuordnung ist allerdings nicht immer eindeutig,
oder ich zumindest bin nicht sicher,
ob man nicht das eine oder andere mit beiden Fragewörtern erfragen könnte...
 
(für mich haben sich ganz grundsätzliche Fragen aufgetan:
nach Personen oder Tiere frage ich mit wer
nach Dingen mit was
oder spielen die Begleiter die entscheidende Rolle
und nach Nomen mit der und die fragt man mit wer
und Nomen mit das fragt man mit was...)

wenn da jemand von euch noch ein bisschen Licht ins Dunkle bringen könnte
und man dann überlegen kann,
ob diese Übung überhaupt sinnvoll ist,
dann wäre das klasse und ich würde über weitere Sätze nachdenken,
die man zuordenen
und dann die entsprechend Fragen ins Heft schreiben kann...

LG Gille




Kommentare:

  1. Ich bin mir nicht sicher, ob das grammatische Geschlecht wirklich eine Rolle spielt, obwohl es in vielen Fällen stimmt.
    Gegenbeispiel:
    Was ist zu laut? Die Musik
    und bei Tieren, welche grammatisch neutralen Geschlechts sind, geht in der Umgangssprache zumindest sicher beides:
    Wer/Was steht auf der Wiese? Das Schaf.

    Ich glaube für Kinder mit Muttersprache Deutsch ist es nicht unbedingt notwendig die Trennung von wer oder was zu üben. Auch nach dem Gennus wird später immer mit beidem gleichzeitig gefragt:
    Wem oder was gebe ich eine Kerze?
    Wen oder was begrüsse ich?
    etc.

    Ich frage mich aber schon für die DaZ Kinder, ob dahinter evtl. noch eine ganz leichte Regel steckt, die einige Fehler verhindern könnte?

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  2. Ich stimme meiner Vorrednerin zu. Die Regel über das gramamtische Geschlecht enthält zu viele Ausnahmen.

    Fachliche fundiert ist meine Ansicht nicht, aber ich denke auch, es ist wichtig, immer beide Frageworte in die Frage zu packen. Nur das Fragewort "was" gibt noch keine Auskunft über den Genus und könnte - wie oben beschrieben - auch das Akkusativobjekt erfragen.

    Für den DaZ-Bereich ist dies besonders schwer, da die Artikel und das grammatische Geschlecht eines der größten Rätsel der deutschen Sprache darstellen (für Nicht-Muttersprachler). Eine geeignete Lösung habe ich hierfür leider auch noch nicht gefunden.

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  3. Danke euch beiden für eure Überlegungen.
    Ich habe bei dem Material nicht ausschließlich an Kinder gedacht, die Deutsch als ihre zweite Sprache lernen. Die Dopplung der Fragewörter hat auch bei manch anderem Kind für Verwirrung gesorgt. Jetzt bleibt meine Frage, ob die Übung so überhaupt sinnvoll ist und man die Fragewörter nicht auch einzeln nutzen kann.
    LG Gille

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  4. Schwierig finde ich den Satz "Gerne liest meine Mutter ein gutes Buch." Da geht man zu schnell auf die Frage Was liest meine Mutter?
    Ansonsten sind es gute Übesätze wie ich finde, glaube aber auch, dass die Unterscheidung zwischen wer und was nicht nötig und eher beschwerlich ist.
    Lotto-Fee

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    1. Witzig, ich hab jetzt erst gedacht, dass du den Satz inhaltlich nicht so gelungen findest, aber wahrscheinlich meinst du, dass es schwer ist, wirklich das richtige Subjetzt zu finden. Ich würde das berücksichtigen, aber wahrscheinlich schließe ich mich eher Barbara an und ziehe das Fazit, dass das Material grundsätzlich unsinnig sein kann. Ich müsste es mit einer Lerngruppe ausprobieren und ich bin nicht sicher, ob ich eine Möglichkeit finden werde.
      LG Gille (ggf würde ich deinen Hinweis nutzen)

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  5. Hallo, für mich ist die Übung nicht sinnvoll, da wir immer nach jedem Subjekt mit "Wer oder was?" fragen. Wir machen keine Unterscheidung. Ebenso beim 4. Fall, wo prinzipiell mit "Wen oder was?" gefragt wird.
    Liebe Grüße Barbara

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    1. Wir haben da auch nie eine Unterscheidung gemacht und ob genau diese Unterscheidung manchen helfen würde oder absolut in die Irre führt, das kann ich nach wie vor nicht absehen. Also werde ich daran erst einmal nicht weiterarbeiten.
      Danke für deine Einschätzung.
      LG Gille

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  6. Hallo Gille, ich schließe mich an. Es ist nicht relevant, ob wer oder was gefragt werden muss, da beide ja das Gleiche erfragen und zum selben Ziel führen. Sie zu trennen macht also keinen Sinn und es fragt überflüssiges Wissen ab. Dies würde zu mehr Verwirrung und unnötiger Mehrarbeit führen, denke ich, da die Schüler dann einen zusätzlichen Arbeitsschritt hätten, der sie aber zu keiner neuen Erkenntnis führt. LG, Viola

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  7. Hallo Gille,
    meiner Erfahrung nach haben gerade Kinder, die nicht Deutsch als Muttersprache haben, Probleme damit, wenn das Subjekt keine Person (Wer?) ist. Von daher bist du thematisch auf der richtigen "Fährte", auch wenn das Material mir (aus genannten Gründen)so eher weniger geeignet erscheint. Ich persönlich arbeite gerne mit der Umstellprobe, bzw. mit der Weglassprobe, danach auch mit der Ersatzprobe. So bauen die Kinder Sätze auf und ab (das Minimum eines Satzes ist ja das Subjekt und das Prädikat) Im Idealfall können sie so Grundstruktur erkennen. Dabei arbeiten die Kinder mit Schere und Papier, lassen Satzglieder wegfallen oder auf Papierstreifen ergänzen. Hast du da vllt noch eine bessere Idee? Das ist als Einstieg ganz gut, aber zum weiterführenden Üben einfach durch die Schnippelei zu zeitaufwendig.
    Liebe Grüße und danke für dein Nachdenken bei diesem schwierigen Thema.
    Liebe Grüße Melanie

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    1. Sehr schön, ich hatte schon den Eindruck, dass das Problem, was ich sehe und aufgreifen wollte, gar nicht existiert.
      Ich meine, dass man Legematerial braucht, so wie ich es schon angefangen habe, um dann so üben zu können, wie es auf jeden Fall sinnvoll ist und gleichzeitig nicht schnippseln zu müssen. Das ist aber recht aufwenig zu erstellen. Ob es außerdem doch auch sinnvoll sein kann, die Fragewörter nicht immer im Doppelpack zu nutzen, sondern auch einzeln zu brauchen, um es verständlicher für manches Kind zu machen, das werde ich probieren, sobald es sich für mich anbietet.
      LG Gille

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  8. Liebe Gille,
    bei Montessori ist es so, dass sie zunächst nicht Sätze zerlegt, sondern nach den einzelnen Satzteilen aufbaut. Also ein Prädikat aussuchen und dann mit der Frage "Wer oder was" ein Subjekt finden. (Wenn das intensiv geübt wurde, werden später dann die Objekte ergänzt, aber auf die gleiche aufbauende Weise.) Wenn die Kinder das beherrschen, werden andere Sätze zerlegt. Dann ist es auch für die Kinder meiner Ansicht nach notwenig nach wer oder was zu trennen.
    LG Barbara

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    1. Danke, das bringt mich sehr nach vorne!
      LG Gille

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    2. Liebe Gille,
      ein dikes Sorry. Ich habe geade gesehen, dass ich ein seeeehr wichtiges Wort vergessen habe. Der letze Satz sollte heißen: Dann ist es auch für die Kinder meiner Ansicht nach NICHT notwendig nach wer oder was zu trennen. Ich hoffe, du liest das noch!
      LG Barbara

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    3. Ohh, das habe ich beim Lesen mitgelesen und sehe jetzt erst, dass es da tatsächlich nicht steht, aber das war ja aus dem ersten Teil klar zu erschließen.
      Danke für dein Hinweis auf das umgekehrte Vorgehen nach Montessori.
      LG Gille

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  9. Guten Morgen!
    Ich sehe das (ohne Montessori-Hintergrund) auch so, dass die Trennung zwischen Wer? und Was? -also dir blaue Linie- nicht sein müsste. Nach Personen fragen wir "Wer" und nach Dingen "Was", macht in einem Atemzug "Wer oder was?". Wenn es dann an die Frage nach dem Objekt geht, fragt man ja auch "Wen oder was?" in einem Zug und daneben "Wem?" und "Wessen?"
    Viele liebe Grüße!
    Sonja

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