Mittwoch, 29. März 2017

rund um die Förderung geflüchteter Kinder (1)

habe ich mir in den letzten Wochen viele Gedanken gemacht
und auch wenn ich hier noch in den Kinderschuhen herumtapse
und mich rund um die Sprachförderung für geflüchtete Kinder
noch nicht in der Tiefe auskenne, 
so komme ich doch in kleinen Schritten voran
und möchte mich trauen, 
mal das eine oder andere zusammenzufassen
und auch gemeinsam mit euch zusammenzutragen...

 in den letzten Monaten sind viele von uns
vor die Aufgabe gestellt worden,
in mehr oder weniger großen Klassen,
mit Kindern, für die wir schon breit diffenenzieren mussten,
noch weitere Kinder aufzunehmen,
die ihre ganz persönliche Geschichte mitbrachten
und kaum Deutsch sprachen...

neben einer offenen Haltung, einer Willkommenskultur,
ist es wichtig, dass man sich sowohl organisatorisch
als auch inhaltlich auf den Weg macht, 
um Möglichkeiten zu entwickeln,
wie man dieser neuen Aufgabe bestmöglich gerecht werden kann...

wie immer haben sich auch die Schulbuchverlage auf den Weg gemacht
und diverses Material entwickelt,
um den schulischen Alltag zu erleichtern
und auch diese Kinder zu versorgen...

uns bleibt jetzt die Aufgabe zu schauen,
was davon tatsächlich auch im Unterricht sinnvoll eingesetzt werden kann
und was eher nicht taugt...

heute möchte ich gerne das
 

vorstellen, von dem ich meine, dass es ganz wesentliche Grundsätze 
einer sinnvollen Förderung beachtet...


diese Arbeitshefte erweitern den Wortschatz systematisch
und bauen zeitgleich und sehr kleinschrittig 
auch die ersten grammatischen Strukturen auf... 
mit diesen Heften können die Kinder weitgehend selbstständig arbeiten
für die richtige Aussprache ist es aber natürlich wichtig,
dass die Kinder rund um ihre Arbeit begleitet werden...

 nachdem es viel Übung und Wiederholung braucht,
um sich einen Wortschatz anzueignen,
den man dann auch tatächlich aktiv nuten kann
ist Bildmaterial ein absolut wichtiger Baustein
 und so bietet der Verlag auch 376 Bildkarten an...

 

sie sind in vier Dosen alphabetisch sortiert
und greifen sämtliche Nomen auf,
die in den Druck- und Grundschriftlehrgängen genutzt werden...
gut zu erkennende Bilder
und stabile Karten überzeugen mich sehr...

bei genauem Betrachten fällt jedoch auf,
dass die Bilder der Wortkarten 
nicht denen aus den DaZ-Heften entsprechen
und Verben und Adjektive fehlen

aus meiner Sicht wären Wortkarten,
die man entsprechend des zu lernenden Wortschatzes sortiert
und für die man auch die Bilder der Arbeitshefte nutzt
noch eine super Ergänzung....

ich werde in den nächsten Tagen mal überlegen,
ob ich Kriterien zusammenfassen kann,
die einem dabei helfen können zu prüfen,
ob angebotenes Material tatsächlich sinnvoll ist,
denn wie immer ist nicht alles Gold, was glänzt
und schnell stellt man im Alltag fest, 
dass es ganz deutliche Pferdefüße gibt...

euch würde ich an dieser Stelle gerne fragen,
ob es Material gibt, das ihr erfolgreich einsetzt
und wie ihr es organisatiorisch macht,
dass die Kinder möglichst gut gefördert werden können...

jetzt habe ich so viele Gedanken weggelassen
und trotzdem ist der Beitrag länger geworden,
als ich es angedacht hatte...

euch einen schönen Tag,
nochmal mit viel Sonne,
die wir sicher alle gut gebrauchen können

LG Gille
 






Kommentare:

  1. Liebe Gille,

    für mein "Flüchtlings"-Kind habe ich nun das DAZ3-Heft geordert. Mit den ersten beiden kam er ganz gut klar. Irgendwie braucht man ja doch immer wieder etwas, mit dem die Kinder zwischendurch und zu Hause arbeiten können. Sehr gut war für ihn auch das Silbentraining von den STARS-Heften. Ich habe das Lehrerprobierpaket mit dem TING-Stift gekauft und zusätzlich noch das DAZ-Starsheft. Der TING-Stift ist für meinen Jungen sehr motivierend!
    Zur Zeit übt er im Delfinheft vom Jandorfverlag und schreibt Silbenbögen und markiert die Silbenkönige. Dabei ist immer wieder Unterstützung nötig, aber der Erfolg ist gut und der Junge ist motiviert.

    Ich freue mich, wenn ich deine Kommentare zu unterschiedlichen Materialien lese. Im ganzen Wust an Angeboten ist es nicht immer einfach gut durchdachtes Material zu finden.

    Liebe Grüße

    Sonja

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    1. Dir vielen Dank für deine Rückmeldung. Ich werde auch mal bei dem Material schauen, das du jetzt gerade genannt hast.
      LG Gille

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  2. Hallo,
    schonmal etwas von KIKUS gehört? Ich habe die Bildkarten dazu und finde sie gut einsetzbar. Mit dem anderen MAterial von Kikus habe ich noch keine Erfahrungen gemacht.
    Liebe Grüße!

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    1. Danke für deinen Tipp. Das Material kenne ich noch nicht, werde es mir aber auf jeden Fall mal anschauen.
      LG Gille

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  3. Liebe Gille,
    Ich war dieses Jahr auf einer guten Fortbildung. Dort wurde uns vom Verlag an der Ruhr "Lernspiele zur individuellen Förderung" vorgestellt. Das ist sofort einsetzbares Material mit Tests zur Feststellung des "aktuellen Stand". Jedoch müssen die Kinder hier schon lesen und schreiben können. Da es viele Spiele sind, macht es den Kids Spaß damit zu üben. Kann es also nur empfehlen, jedoch nur für die Größeren. Ist in meinen Augen frühestens zum Halbjahr 2.Klasse einsetzbar.

    Liebe Grüße Lena

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    1. Besten Dank auch für deinen Hinweis. Ich werde mal danach schauen.
      LG Gille

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  4. Liebe Gille,
    lieben Dank für den Hinweis- habe mir das Material gleich bestellt. Wir arbeiten mit dem Material "Komm mit" dazu gehört auch der Ting Stift. Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht. Außerdem haben wir passend zu Rechtschreibwerkstatt das Laut-Buchstaben-Sortierprogramm für den PC mit dem auch Begriffe gut gelernt werden können. Über Susanne Schäfer (Zaubereinmaleins) bin ich noch auf den interaktiven Lerntrainer (betzold) aufmerksam geworden, den ich überlege zu bestellen. Dort gibt es auch einen Digitalen Vorlesestift - Anybook Reader mit Software- allerdings nicht ganz günstig, den hat mit eine Kollegin sehr empfohlen.
    LG BiStro

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    1. Komm mit, das kenne ich nicht. Du meinst nicht: Komm zu Wort aus dem Finken Verlag oder? Danke für deine vielen Hinweise!
      LG Gille

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    2. "Komm mit" kann ich tatsächlich nicht finden. Ich würde mich freuen, wenn du noch einmal genauere Angaben machen könntest.
      LG Gille

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    3. Liebe Gille,
      ja es war Komm zu Wort- entschuldige- ich habe die letzten Tage gar nicht mehr auf deiner seite geschaut! Du hast es ja inzwischen bestellt. Ich hatte übrigens auch heute einen Vertreter von Finken da. Aus dem Verlag gibt es auch noch andere nette Sachen Zum DAZ- Bereich. Die Jandorfsachen habe ich mir wiederum bestellt. Dabnke für deinen Hinweis. ich suche fleißig weiter. Wenn ich noch was finde, schreibe ich es! LG Bistro

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    4. Alles klar, ich hatte es mir schon fast so gedacht.
      LG Gille

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  5. Hallo,
    ich habe gute Erfahrungen mit der Reihe "Komm zu Wort" vom Finkenverlag gemacht. Die Bücher arbeiten auch mit dem Ting-Stift, sodass die Kinder die Wörter zu einem Bild hören und geschrieben sehen. Dazu gibt es ein "Vokabelheft", um die deutschen Wörter einzuüben und ergänzende Kopiervorlagen. Die Kinder arbeiten damit sehr selbstständig und auch außerhalb des Unterrichts. Neben der Wortschatzarbeit werden zu Beginn des Buches auch die Buchstaben angeführt, die mit dem Ting-Stift immer wieder gehört werden können, um sich die Lautierung zur Schreibweise einzuprägen.
    Viele Grüße!

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    1. Ohhh, das mit den Buchstaben wusste ich gar nicht. Danach werde ich noch einmal gezielt schauen, denn den Ordner habe ich auch und habe ihn auch gerne eingesetzt, da die Kinder damit gerne und gezielt arbeiten konnten.
      LG Gille

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  6. Liebe Gille,
    ich habe schon diverse Materialien ausprobiert. Am Besten kommen die Kinder mit den Heften des Jandorf-Verlags zurecht. Sie sind hoch motiviert und machen schnell Fortschritte aufgrund der gleichen Aufgabenstrukturen.Die Hefte aus dem Jandorf-Verlag kombiniere ich oft mit Kopiervorlagen vom Finken Verlag (Komm zu Wort) zu dem es auch ein Buch mit einem Ting-Stift gibt. Später können sie dann mit den Heften vom Mildenbergerverlag arbeiten (Willkommen in Deutschland).
    Auch das Lies-Mal mit dem Küken und Rechtschreibheft 1 von Jandorf (nicht alle Übungen daraus) setze ich ein.
    Wenn ich ganze Reihen plane, dann finde ich die Reihen aus dem Verlag an der Ruhr ,,Differenzierte Arbeitsblätter für Deutsch-Anfänger" ganz gut geeignet (z.B. mein Körper, Schule, Wetter...). Hier reicht kann man Anfang erstmal nur auf verschiedenen AB´s die Artikel zuordnen lassen, sodass kaum gelesen werden muss.

    Viele Grüße
    Anni

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    1. Danke für deine Zusammenfassung. Ich kann mich gut anschließen. Rund um die genannten Hefte aus dem Verlag an der Ruhr habe ich auch oft Bild und Wortkarten erstellt, so dass die Kinder immer wieder zuordnen und auch die Artikel üben konnten.
      LG Gille

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  7. Liebe Gille,
    auch ich nutze gern die Hefte aus dem Jandorf-Verlag für DaZ-Kinder aus den schon genannten Gründen. Mein DaZ-Kind hat nun fast alle 3 Hefte abgeschlossen, auch das Rechtschreibheft 1 und Lies-Mal 1 sind schon beendet. Der passive Wortschatz, Hör- und Leseverstehen und auch das Schreiben können gut damit trainiert werden. Für spezifische Sprechübungen fehlt mir aber im normalen Unterricht oft die Zeit. Und zusätzlicher DaZ-Unterricht findet bei uns häufig nicht statt, weil vertreten werden muss.
    Nun aber eine andere Frage: Geht es euch auch teilweise so, dass ihr viel Energie und Arbeit in immer wieder neue DaZ-Kinder steckt, sie dann Deutsch gelernt haben, integriert sind und dann auf einmal umziehen? Ich finde das sehr demotivierend für uns Lehrer und frage mich, ob andere ähnliche Erfahrungen machen und wenn ja, wie ihr damit umgeht.
    Viele Grüße
    Melanie

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    1. Mein Kind, das in meine Klasse gekommen ist, bevor ich krank wurde, das ist immer noch in der Klasse, aber ich gehe auch davon aus, dass viele Kinder noch hin- und hergeschoben oder auch wieder zurückgeschickt werden.
      Ich würde davon ausgehen, dass man damit immer rechnen und teilweise sehr harte Situationen mitaushalten muss. LG Gille

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  8. Hallo Gille,
    Mein DaZ Kind, das ich im 3. Schuljahr mit fast Null Deutschkentnissen bekommen habe, hat jetzt im letzten Jahr mit den Jandorf Heften bei mir im Unterricht gearbeitet. Er war aber auch jeden Tag eine Stunde zusammen mit den anderen DaZ Kindern aus unserer Schule bei einer Kollegin. Die hat nach einem halben Jahr mit dem Heft Willkommen in Deutschland aus dem Mildenberger Verlag angefangen. Insgesamt war das eine gute Kombination. Auch das Mitlaufen in einer Bezugklasse und die tägliche DaZ Stunde. Mein Schüler hat jetzt in diesem einen Jahr riesige Fortschritte gemacht.
    LG
    Ursel

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    1. So ähnlich haben wir es an der Schule auch organisiert. Wir hatten nur kein Material für die Kinder, aber vor mehr als einem Jahr sah da das Angebot auch noch anders aus.
      LG Gille

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  9. Hallo Gille,
    ich habe für mein DaZ-Kind (2. Schuljahr) das Heft "Willkommen in Deutschland" vom Mildenberger Verlag gekauft. Passend dazu gibt es kleine Wort-Bildkarten und Redezeit-Karten vom Verlag. Praktisch finde ich, dass man sich die Ausprache der neu zu lernenden Wörter im Internet anhören kann, so dass mein Schüler damit recht selbstständig arbeiten kann. Bereits an der Schule vorhanden war das Heft "Komm zu Wort" samt Ting-Stift, mit dem er vor allem zu Anfang viel alleine arbeiten konnte. Außerdem gibt es ein Tablet an der Schule, auf dem die App "Hallo!" installiert ist.

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  10. Liebe Gille,

    zusätzlich zu den genannten Materialien arbeite ich gerne mit den Kopiervorlagen der "Artikel, Präpositionen und Nomen"-Reihe aus dem Persen Verlag. Die Hefte gibt es zu den Themenschwerpunkten Schule und Zu Hause.

    LG Britta

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    1. Danke für den Hinweis. Ich habe andere Hefte aus der Verlag und konnte sie auch immer mal wieder einsetzen.
      LG Gille

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