Montag, 12. Dezember 2016

der Matheunterricht entlang an einem Lehrwerk...

...zweifeln, verzweifeln, lässt mich das immer wieder,

denn ich habe unglaublich unterschiedliche Kinder
und alle wollen etwas lernen...

sinnvolle Lernwege vorbereiten,
sie für Kinder transparent machen,
Material bereitstellen,
Gespräche und Austausch ermöglichen,
gemeinsam mit einem Partner arbeiten
für sich alleine trainieren...

all das sind Bausteine des Unterrichts,
die viel möglich machen
und jedes Kind sinnvoll begleiten

dieses kleinschrittige Vorgehen der Bücher,
jedes macht es ein bisschen anders,
aber die Häppchen bleiben Häppchen,
und für viele Kinder sind sie nicht wirklich passend

besonders im Zahlenraum bis 1000
wird es mir im Augenblick immer wieder schmerzlich bewusst,
wenn ich fernab meiner Klasse
hier in meinem Lernstübchen am Lehrwerk entlangarbeite,
denn ich bin sicher, dass es Kinder gibt,
die den Zahlenraum sicher erfasst haben,
Strukturen kennen und übertragen können
und die ganze Kleinschrittigkeit einfach nicht brauchen,
während andere vielleicht besser im ZR bis 100 
noch an Sicherheit gewinnen sollten,
bevor sie sich dann in eher kleineren und 
überschaubaren Schritten auf den nächsten Zahlenraum einlassen...

Was brauchen die Kinder,
die nicht als Selbstläufer durchpreschen,
was brauchen die, 
die es letztlich mühelos auch selbstständig schaffen würden?

Wenn hier mal all diejenigen einen Beitrag leisten könnten,
die im Augenblick mit Flex und Flo arbeiten,
am besten auch hier in NRW,
(weil sie dann ähnlich weit sein werden, wie wir)
um mit mir zu überlegen,
was man rund ums verflixte Lehrwerk anbieten sollte,
um es für alle möglichst gut zu machen...

LG Gille


Kommentare:

  1. Liebe Gille,
    ach wie schön zu sehen, dass es nicht nur mir so geht. Ich unterrichte seit diesem Schuljahr in meiner 3. Klasse Mathe fachfremd und frage mich beim Blick ins Flex und Floh oft "das kann doch jetzt nicht alles sein!?"
    Ich bin sehr gespannt und freue mich auf Ideen, denn mir gehen sie langsam (nach den klassischen Dingen wie Memorie, Spielfelder, diff. Arbeitsblätter, verschiedene Arbeitsformen,...)aus...
    LG

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    1. An unseren Lehrwerken jammern viele herum. Mir persönlich geht es im Augenblick mehr um die Frage, welche Ziele ich im Augenblich für die Kinder im Blick haben sollte und wo die Stolperstellen sein können. Mal sehen, was hier so zusammenkommt.
      LG Gille

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  2. Liebe Gille!

    Das klingt vielleicht recht unpassend, aber es ist sehr erleichternd zu sehen, dass ein alter Hase wie Du an denselben Problemen herumkaut wie ein Neuling wie ich ^^.

    Ich stelle immer wieder fest, dass die Lehrmittel entweder zu offen oder zu geführt sind. Ich arbeite in der Schweiz und es gibt hier in Mathe zwei Lehrmittel, mit welchen ich gerne arbeite. Das eine ist mir jedoch tendenziell zu geführt, das andere wird von vielen Lehrpersonen als zu "unvorbereitet" geschumpfen.
    Ich merke einfach, dass die natürliche Differenzierung sich nicht mit einem einheitlichen Curriculum für alle vereinbaren lässt. Ich setze jedoch sehr gerne zwischendurch Lernumgebungen ein, welche natürlich differenzieren. Solche wurden für den Fachbereich Mathematik von Hengartner, Hirt und Wälti vorgelegt.
    https://www.klett.ch/Shop/Artikel/978-3-264-83953-1/Lernumgebungen+f%25C3%25BCr+Rechenschwache+bis+Hochbegabte/
    Sie lassen sich wirklich gut einsetzen auch in stark alters- oder leistungsheterogenen Gruppen. Ich habe eine dieser Lernumgebungen einmal mit 2. und 6. Klässlern eingesetzt und jeder konnte auf seinem Niveau arbeiten.
    Ich picke mir da gerne eine Einheit heraus, welche gerade gut ins Lehrmittel passt, und lasse dann ggf. die entsprechenden Seiten im Lehrmittel weg.
    Flex und Floh ist mir vollkommen fremd, dazu kann ich leider gar nichts sagen :).

    Weiterhin viel Freude mit den vielen Bilderbüchern und noch möglichst viel Besinnlichkeit und Ruhe bis zu den Weihnachtsferien,
    Wind

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    1. Danke für deine Rückmeldung. Das angegebene Werk werde ich mir mal anschauen.
      LG Gille

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  3. Liebe Gille,

    du sprichst mir aus der Seele! Ich habe letzte Woche mit dem Tausender begonnen (bei drei lernzieldifferenten Schülern den 100er). Die Schere geht enorm weit auseinander. Wir arbeiten mit Fredo.
    Ich versuche, für die Schüler, die schon sehr weit sind, anspruchsvolle Aufgaben zu finden (das gestaltet sich aber schwierig). Für die schwächeren sieht es besser aus: Die "Stolpersteine" bieten hier richtig viele Möglichkeiten, um sehr kleinschrittig vorzugehen und zu differenzieren.
    Hat jemand einen heißen Tipp für die "andere Richtung"?

    Liebe Grüße

    J.

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    1. Für die andere Richtung sollte man Material anbieten, dass nicht so kleinschrittig vorgeht. Gerade überlege ich, ob man solchen Kindern das Mathebuch eher als Lesebuch anbieten könnte, damit sie schauen, ob sie die Aufgaben alle lösen können, einzelne auch Rechnen und dazu ein Lesetagebuch führen. Hier könnte man mit kleinen Aufgaben vielleicht auch immer wieder prüfen, ob sie alles verstanden haben und sicher rechnen können.
      LG Gille

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  4. Liebe Gille,
    ich habe eine gemischte Klasse in einer Förderschule in NRW (Jahrgang 1-5, sowohl mit Förderbedarf Lernen, als auch Sozial-emotional, die nach Grundschulrichtlinien unterrichtet werden). Ich arbeite mit Einstern (was ja glaube ich, zumindest von der Konzeption her Flex und Floh ähnelt). Oft stehe ich vor dem selben Problemen wie du. Ich probiere immer mal wieder was aus und bin auch sehr dankbar für die Materialien, die ich immer wieder von dir aus dem Lernstübchen nutzen kann.Ich arbeite gerne mit Einstern, da in meiner Klasse fast alle Kinder auf unterschiedlichen Niveaus sind und in unterschiedlichen Zahlenräumen. Für die Lernbehinderten und auch für Schüler, die in ihrem Zahlenraum noch Unzerstützung brauchen nutze ich gerne das sehr kleinschrittige Material von Rechen ohne Stolperstein. Für die "besseren", für die die kleinschrittigen Erarbeitungen im Einstern oft einfach langweiliges Abarbeiten bedeuten nutze ich teilweise, das aus meiner Sicht anspruchsvollere Material aus dem Zahlenbuch bzw. gibt es von Rechenen und Denken ein Forderheft, welches mir gut gefällt. Ich versuche auch gemeinsame Phasen zu haben, in denen beispielsweise Aufgaben am Rechenstrich, Umkehraufgaben und Tauschaufgaben für alle gemeinsam besprochen werden und jeder es dann auf seinen Zahlenraum übertragen kann. Zufrieden bin ich nicht immer und oft bedeutet es für mich eine ganze Menge an Aufwand bis alles vorbereitet ist. Ich kann deine Gedanken zum Lehrwerk daher gut verstehen, bin aber trotz der Probleme die es bietet froh es als Orientierung zu haben (da ich auch fachfremd bin)und um die Struktur des Einsterns, die es den Schülerm erlaubt sehr selbstständig damit zu arbeiten. Ich hoffe du kannst mit meinen Gedanken etwas anfangen. An dieser Stelle auch nocheinmal ein dickes Dankeschön an deine Arbeit und an den Austausch, den deine Seite ermöglich und den ich persönlich sehr wertvoll finde. lg

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    1. Deine Mischung ist ja auch echt groß. Letztlich wird man schulinterne Konzepte brauchen, um Lösungen zu finden, wie man am besten differenziert arbeiten kann und gleichzeitig auch einen täglichen Austausch untereinander gewährleistet.
      LG Gille

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  5. Liebe Gille,
    die perfekte Lösung werden wir in einem Lehrwerk wohl nie finden, da die Kinder so unterschiedlich sind und die Lehrperson auch nicht immer frei wählen kann, welches Lehrwerk sie "durchackern"darf. Ich empfinde dein Material immer sehr ansprechend und du reagierst doch prima auf die Individualität der Lernenden. Steck nicht den Kopf in den Sand. Viele meiner Kolleginnen bevorzugen das Matherad als differenziertes Lehrwerk. Da ich selbst an den Mildenberger Matheband gebunden bin, kann ich dir nichts über das andere Werk berichten, aber habe viele gute Meinungen darüber vernommen :)
    LG und mach weiter so :D

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    1. Hier an das Matherad zu erinnern ist bestimmt gut. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es ein ganz gutes Mathebuch ist. Ich habe es im Klassenverband noch nicht genutzt, werde aber auch da noch einmal schauen, wie sie mit dem ersten Rechnen im erweiterten Zahlenraum umgehen.
      LG Gille

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  6. Hallo Gille,

    hier sprichst du ein Thema an, dass vielen Lehrern Kopfzerbrechen bereitet. Auch mir erging es viele Jahre so. Dann habe ich für meine Lerngruppe folgendes beschlossen. Alle Kinder müssen am Ende mehr oder weniger durch die Themen des Lehrplans durch. Hier hat es durchaus Sinn für die Schwachen im Zahlbereich 100 zu verweilen und ihn zu durchdringen bevor der Schritt in den nicht- oder nur schwerfassbaren Bereich der größeren Zahlen gewagt wird. Die Schriftlichen Rechenverfahren u.a. Inhalte können analog in zwei verschiedenen Zahlreichen besprochen werden. Dank deiner Materialien sogar mit recht schönen Lernangeboten in Form von Karten und Spielen. Die Starken oder wie du sie nennst Schnellen Mathekinder brauchen Futter. Hier lehne ich es generell ab, sie schneller im Stoff voranzutreiben, dann sind keine Mathekonferenzen und kein Arbeiten an gleichen oder analogen Themen mehr möglich.Stellt sich auch die Frage: Was machen wir mit ihnen, wenn alle Themen erledigt sind? Daher greife ich auf Zusätzliches Material zurück, besonders aus dem Bereich Knobeln und Logisches Denken. Zuvor müssen aber auch diese Schüler mir im Test beweisen, dass sie das aktuelle Wissen verinnerlicht haben. D.h. sie schreiben schon nach der kurzen Einführungsphase ihren Test vor allen anderen. Haben sie die Noten 1 und 2 erreicht, geht es mit themenunabhängigen Aufgaben für sie weiter. Wenn nicht, steigen sie wie alle anderen in die Übungs- und Vertiefungsphase ein (oft mit Wochenplanarbeit) und schreiben dann erst den Test (bzw. noch einmal einen Test) zum Abschluss einer Einheit. Die Schwachen oder lernbehinderten Kinder versuche ich am aktuellen Stoff zu halten, soweit dies möglich erscheint. Hier versuche ich auf der untersten Kompetenzstufe zu arbeiten, so dass auch diesen Kindern im Test später das Erreichen der Note 4 oder 3 ermöglicht wird. D.h. nur einfache Aufgabenformate ohne Schnickschnack und die ausführlich und mit viel Material. Ist dies nicht möglich, weil die Lücken zu groß wären und immer nur Note 5 und 6 erreichbar scheint, so bekommt das Kind einen individuellen Förderplan, der mit den Eltern abgestimmt wird. Dieser erscheint als Bemerkung auf dem Zeugnis. (z.B. wenn das Kind noch im ZB100 arbeitet, satt im ZB1000 der eigentlich dran wäre.) Im Förderplan werden alle Themen genau beschrieben, so dass ein Übergang in eine weiterführende Schule problemlos möglich ist.
    Wir arbeiten mit der "Welt der Zahlen" hier gibt es sehr schöne kleinschnittige Inklusionsmaterialien die lehrwerkbegleitend eingesetzt werden können und das eigentliche Arbeitsheft auf 8 Arbeitshefte mit leichteren Lerninhalten streckt. Ausserdem stehen Fordermaterialien zur Verfügung, die Knobel- und Denkaufgaben beinhalten. Zusätzlich kann ich für die 3. Klasse das Werk " Knifflige Mathematikaufgaben strategisch lösen" aus dem Hause MoPäd und "Zwei und Zwei ist Zwei mal Zwei" sowie "Eins und Zwei ist immer Drei" vom Mildenberger Verlag empfehlen. Für Gruppenknobeleien ist auch "Kompetenzen aufbauen" aus er Zahlenwerkstattreihe von Schroedel sehr gut geeignet.

    ... hier musste ich kürzen, der Rest in der Antwort (Trick 17)

    Liebe Grüße Ulli ;o)

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    1. Vielen Dank, ich werde mir deine Angaben morgen noch einmal genauer anschauen.
      LG Gille
      (Welt der Zahlen ist etwas anderes als Welt der Zahl?)

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    2. Liebe Gille,
      nein ist es nicht. ;o)

      hier der Teil, den nicht mehr passte ...

      Nun zurück zu deiner Frage: Was brauchen die Kinder? Ich profitiere im Moment mit meiner 1. Klasse von deinen Materialien, die in verschiedenen Zahlbereichen gleiche Formate anbieten. Hier arbeite ich mit meinem Hochbegabten Mathekind parallel zu den Anderen im nächsten oder übernächsten Zahlbereich. (Hier aber nur im Hinblick auf ein baldiges Überspringen einer Klassenstufe, ansonsten mache ich das ungern) Aber in der 2. werden wir im kleineren Bereich parallel arbeiten können. Förderkinder benötigen anschauliches Material zum Handeln und wiederholende Formate. Alle anderen benötigen den spielerischen Zugang, damit sie nicht merken, dass sie schon wieder nur rechnen. ;o) Darin solch Material bereitzustellen, bist du besonders gut und ich wünsche mir einfach, dass du so weiter machst. DANKE!!! (besonders fett geschrieben) Für die Guten muss halt jeder selbst mal schauen, ob er oder sie mit den Empfehlungen klar kommt. (Fällt mir grad noch die Logischen Denkübungen von Klett ein "Spielen und Überlegen - Die Denkschule Teil 1 und 2 ist schon älter, gibts vielleicht nicht mehr.)

      Man war das lang, ich habe wohl den Rahmen etwas gesprengt.

      Liebe Grüße Ulli ;o)

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    3. Schön, dass du den Rahmen gesprengt hast. Ich habe alles mit Interesse gelesen, Danke!
      LG Gille

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  7. Liebe Gille,
    auch ich arbeite in einer Kombi 3/4 mit Flex und Flo und stelle mir im Moment die gleiche Frage wie du. Hatte auch schon überlegt dich einfach mal anzuschreiben und nachzufragen wie du es mit dem ganzen Übungsmaterial in den Büchern zum 1000er machst. Ich habe zwar nur 8 Schüler in Klasse 3 aber die Schere geht natürlich auch hier weit auseinander. Aber ich denke, dass es eigentlich für alle meine Schüler wichtig ist ein System beim Rechnen zu haben und dies auch immer wieder anzuwenden. Ich habe bei meinen Kindern die Erfahrung gemacht, dass der Rechenstrich zu viel verwirrt. Meist arbeite ich die vielen Seiten zum Rechnen im 1000 schnell ab und lasse die Kinder das halbschriftliche Verfahren anwenden. Zu viel Verschiedenes würde meine Schwachen verwirren. Sie machen die ausführliche Variante, während die Starke die Kurzform mit Notation der Zwischenergebnisse bevorzugen. Es wäre aber toll, wenn Flex und Flo in diesem Bereich ein paar Textaufgaben für die leistungsstarken Schüler anbieten würde. Dann wären die mal nicht ratzfatz mit den Rechnungen fertig und würden sich nicht fragen 'Warum so viele Aufgaben dazu?'! Lg Verena

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    1. Danke, auch dein Beitrag hat mich ins Grübeln gebracht.
      Das halbschriftliche Rechnen ist für viele Kinder tatsächlich ganz gut zu verstehen. Ich werde für mich mal überlegen, welchen Aufgabentyp ich auch für den Kopfrechnen wichtig finde und nicht überspringen würde.
      LG Gille

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  8. Liebe Gille,

    das ist sehr interessant zu lesen. Wir arbeiten mit dem SuperM und damit bin ich sehr unzufrieden, da die Aufgabenstellungen meiner Meinung nach innerhalb einer Seite sehr im Anspruch plötzlich steigen, mathematische "Nachdenk-Stellen" nicht weiter erklärt werden und somit für lernschwache Schüler schwierig zu lösen sind und ein selbstständiges Arbeiten schwer möglich ist. Daher bin ich über gegangen das Flex und Flo zu nutzen und habe bis jetzt nur positive Erfahrungen gemacht. Ich sehe die Arbeitsheft als meinen Grundstock, meinen roten Faden, und differenziere über die tollen Materialien, die es, dank euch Bloggern, gibt. Da wir, durch neue Rahmenlehrpläne, die Lehrwerke umstellen, überlegen wir, ob wir zur Flex und Floh-Reihe wechseln.

    Viele Grüße Kathi

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    1. Ich meine, dass es hier viele Stolperstellen gibt, wenn man damit arbeitet, aber das wird wahrscheinlich wirklich für jedes Lehrwerk gelten.
      LG Gille

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  9. Liebe Gille,
    ich arbeite auch mit Flex und Flo in einem dritten Schuljahr und war gerade in den letzten Monaten dankbar, dass ich dein Material als Ergänzung nutzen konnte. Da ich viele Kinder habe, die mehr Übung benötigen bis sie einen Gegenstand gut nutzen können, gehen wir recht langsam voran. Manhcmal hab ich Angst, dass wir gar nicht durchkommen mit dem Stoff, aber ich will ja auch niemanden auf der Strecke lassen. Die fitten Kinder unterstützen dabei in kooperativen Lernformen als Experten und haben für die Einzelarbeit eigene Knobelheftchen.
    Nach der Einführung in den Tausenderraum bin ich allerdings von deinem Vorgehen abgewichen, da bei uns Zeit für einen anderen Schwerpunkt war (ist vom schulinternen Lehrplan vorgegeben und meine Lerngruppe braucht die Abwechslung für die Motivation). Wir arbeiten jetzt an Größen, wiederholen Geld und Zeit und üben nebenher das Kopfrechnen im Tausenderraum ohne Überschreitung (das fällt vielen Kindern sehr schwer und wird dann später wieder aufgegriffen, wobei meine Fitten das auch jetzt schon in ihren Rechenheften ausprobieren). Ansonsten arbeite ich nach einer gemeinsamen Einarbeitung gerne mit Werkstätten, die das Arbeiten auf unterschiedlichen Niveaus ermöglichen, entweder Möglichkeiten zur weiteren Übung oder weiterführende Aufgaben anbieten.
    LG Kati

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    1. Ich finde es auch gut, wenn man nach der Einführung des Zahlenraums erst einmal andere Themen bearbeitet. Da ich im Augenblick ja immer noch nicht in der Schule bin, habe ich das jetzt ein bisschen anders gemacht. Im Kopfrechnen seid ihr aber doch scheins recht weit und das das nicht allen Kindern leicht fällt wundert mich nicht. LG Gille

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  10. Hallo, ich arbeite zur Zeit in der Eingangsstufe (1/2). Ich nutze nur ein Arbeitsheft und ansonsten Freiarbeitsmaterial. Die Kinder mögen besonders gerne mit der Stellentafel arbeiten, mit der bereits Erstklässler in hohen Zahlbereichen rechnen.
    Das Matherad hatte ich im vergangenen Schuljahr. Wir haben es wieder abgewählt, sind besonders in Klasse 1 nicht gut damit zurecht gekommen. Aber vielleicht ist es mit zunehmender Selbstständigkeit der Schüler besser geeignet.
    Liebe Grüße
    Heike

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    1. Danke für deine Rückmeldung.
      Verrätst du, mit welchem Arbeitsheft du gearbeitet hast?
      LG Gille

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    2. Das ist in diesem Jahr Fredo. Bin aber auch nicht ganz glücklich damit. Das Trainingsheft ist brauchbar, das große Arbeitsheft nehme ich nur ungern!
      LG Heike

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  11. Hallo Gille,
    ich arbeite ja mittlerweile in der Sekundarstufe 1 in der 6. Klasse und war völlig erschlagen von unserem Mathebuch. Kleinschrittiges Vorgehen? Fehlanzeige! Das Lehrwerk rast davon, ich komme mit meinen (gewohnten) Differenzierungen gar nicht hinterher. Dabei ist das Lehrwerk für Hauptschüler gemacht. Anscheinend ist es nicht (mehr) so gedacht, dass Schüler in der Sek1 kleinschrittig und differenziert in Mathe arbeiten. Anders kann ich mit die Vorgehensweise des Lehrwerks nicht erklären. Das Kürzen und Erweitern von Brüchen wird in 3 Aufgabenpäckchen abgehakt. Vertiefende Übungen im Arbeitsheft? Nicht vorhanden. Wer nicht mitkommt mit dem Tempo hat Pech gehabt. Das frustriert enorm - nicht nur die Schüler, sondern auch mich. Ich nehme mir jetzt die Zeit und versuche (wie es mir in der Grundschule eigentlich immer gelungen ist) jeden Schüler mitzunehmen. Das geht natürlich nur mit offenem Arbeiten und Arbeitsplänen. Ich bin gespannt, wie meine Erfahrungen am Ende des Schuljahres sein werden...
    Liebe Grüße
    Jörg

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    1. Ich drücke dir mehr als die Daumen und hoffe, dass sich deine Arbeit auszahlt, aber es wird auch bei den Größern so sein, dass sie sich rund ums Lernen nur wohlfühlen und weiterkommen, wenn die Aufgaben ihren Möglichkeiten angepasst sind.
      LG Gille

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  12. Liebe Gille!
    Zuerst einmal vielen lieben Dank für deinen inspirierenden und unterstützenden Blog. Ich schaue regelmäßig vorbei und nutze viele deiner Materialien für meinen Unterricht. (Leider gehöre ich zu der Gruppe, die kaum Kommentare hinterlässt. Aber nur weil mein Tag irgendwie zu wenige Stunden hat. Deine Arbeit schätze ich sehr!)

    Das aktuelle Thema liegt/lag mir auch sehr im Magen. Ich habe noch kein Buch oder Arbeitsheft gefunden, dass für mich und die so unterschiedlichen Kinder passt. Ich habe mich nun am Konzept der Lernleitern orientiert. Meine Schüler bekommen einen sehr ausführlichen Plan, anhand dem sie einen gewissen Weg ablaufen. Der erste Teil des Plans enthält die Inhalte, welche ich von allen Schülern erwarte. Dann kommt ein Test und dann schwerere Aufgaben. Die Aufgaben wähle ich aus dem Buch, Arbeitsheft, viele Freiarbeitsmaterialien usw. Da schnell alle an einer unterschiedlichen Stelle sind, gibt es alles nur ein Mal. Insgesamt arbeiten also alle Kinder am gleichen Thema, aber auf verschiedenem Niveau.
    Ich bin gespannt, was Andere noch zu berichten wissen!
    Glg. Andrea

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    1. Besten Dank für deinen Beitrag.
      Das Konzept der Lernleitern kenne ich nicht oder besser den Begriff... Lernlandkarten könnte ich mir ähnlich vorstellen. Kannst du dazu noch etwas sagen oder vielleicht Literatur angeben?
      LG Gille und schön, dass du mal die Zeit gefunden hast!

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    2. Ich kannte den Begriff der Lernlandkarten nicht. Aber ich könnte mir vorstellen, dass es ein ähnliches Konzept implementiert.
      Die Lernleitern (bzw. die Multi Grade Multi Level Methodology) stammen aus Indien und waren so ausgelegt, dass in den ländlichen Regionen die Kinder immer dann genau dort weiterarbeiten konnten wo sie stehen geblieben waren als sie das letzte Mal in der Schule waren.
      Die Lernleiter an sich gibt einen Überblick, vielleicht vergleichbar mit einem Jahresplan. Jeder Punkt davon ist ein Milestone (also eine Sequenz, z.B. in Mathe der Zahlenraum bis 100), welcher wieder strukturiert aufgebaut ist (so wie ich es oben beschrieben habe).
      Einen kleinen Einblick findest du bei lernleitern.de oder mehr Details im Buch "Lernen mit Lernleitern".
      Gerne schicke ich dir in den Ferien mal eine meiner aufgearbeiteten Interpretationen.
      Viele liebe Grüße. Andrea

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  13. Hallo liebe Gille!

    Erstmal vielen lieben Dank für deine tollen Materialien und deinen Einsatz. Ich lese sehr gerne deine kritischen Beiträge, da ich mich ganz oft selbst darin erkenne. Ich arbeite zwar nicht mit Flex und Flo, möchte aber trotzdem anmerken, dass es mit unserem Lehrwerk nicht anders ist. Ich fahre zurzeitig wirklich vielgleisig, da ganz große Unterschiede da sind. Ich bin im allerersten Dienstjahr, und anders als bei euch in Deutschland, haben wir kein Referendariat. Ich kämpfe also momentan mit dem Zusammensuchen von Materialien, Arbeitsblättern und sinnvollen Übungen, dabei fehlt ganz oft auch einfach mein Überblick, was wichtig ist. Ich hoffe, dass sich das die nächsten Jahre bessern wird und ich auch die Lernziele der Kids mehr im Blick habe. Zur Zeit bleibt mir leider nicht viel anderes übrig, als Arbeitsblätter und Übungsblätter zusätzlich zum Buch zu suchen. Da war ich über deinen Blog hier schon unzählige Male unendlich froh.

    Vielen lieben Dank und ganz liebe Grüße,
    Sabrina

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    1. Wenn man mit allem ganz am Anfang steht, dann ist es tatsächlich nicht einfach, aber im Laufe der Zeit wird man immer sicherer und findet seinen Weg.
      Schön, dass du hier kommentierst und deine Erfahrungen mitteilst.
      LG Gille

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  14. Ich arbeite seit einigen Jahren mit dem Matherad + Trainingsheft und bin sehr zufrieden. Die Selbständigkeit der Schüler kommt, es dauert halt - bei jedem Lehrwerk war es bei mir bisher so, dass ich mehrere Durchgänge gebraucht habe, bis ich mit den Stärken und Schwächen umgehen konnte. Für die ganz Schwachen Schüler benutze ich Einstern. Alle müssen ab einem bestimmten Stand im Schreiblernprozess im Blitzrechenprogramm von Klett arbeiten. Die Tests zum Matherad geben Schülern, Eltern und mir gute Hinweise auf den aktuellen Lernstand. Ansonsten habe ich fast keine zusätzlichen Materialien mehr.
    Nun zu den Schülern, die schneller lernen: Die Crux ist doch hier das Arbeiten in Jahrgangsklassen. Sie sollen halt nicht zu weit "voraus" rechnen, damit sie sich im folgenden Schuljahr nicht langweilen. Wir haben in Berlin die Möglichkeit, solche Schüler in einem Fach, den Unterricht der nächsthöheren Klassenstufe besuchen zu lassen. Nach Kl. 4 gehen sie oft zum Gymnasium, während die anderen bis Ende Kl. 6 in der Grundschule bleiben. Gemeinsame Phasen sind sehr gut möglich, wenn jeder seine Arbeit vorstellen darf. So manches mal können die leistungsstarken dann Tipps geben, einen anderen Rechenweg als ihren eigenen kennenlernen, eine Leistung würdigen, alte Erinnerungen auffrischen ... In der Jahrgangsmischung, in der ich arbeite, ist das die tägliche Herausforderung. Ich habe immer wieder Kinder, die in Klasse 2 am Lernstoff der 3. Klasse arbeiten. Sie wollen ja auch weiterlernen und nicht immer gebremst werden - ich finde sie haben auch ein Recht darauf. Situationen, in denen sie auf die anderen warten müssen, gibt es genug.
    LG Brigitte

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    1. Die Jahrgangsmischung halte ich auch für ein gute Möglichkeit mit den Kindern in der Grundschule zu arbeiten. Habe ich es richtig verstanden, dass in Berlin nicht jedes Kind 6 Jahre in der Grundschule verweilt, sondern auch früher umgeschult werden kann, wenn es soweit ist? LG Gille

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  15. Liebe Gille,
    ich würde gerne ganz auf ein Lehrwerk verzichten. Leider liegt das nicht in meinem Entscheidungsbereich.

    In Klasse 1und 2 haben die Kinder ständig an unterschiedlichen Stellen gearbeitet. Trotzdem haben wir uns täglich getroffen und ein Thema/Problem gemeinsam besprochen. Das hat gut funktioniert. Die Kinder, die an dieser Stelle schon vorbei waren, konnten den anderen wertvolle Tipps geben (manchmal erklären Kinder auch viel besser als der Lehrer) und die Kinder, die noch nicht so weit waren, profitieren später von den bereits gewonnenen Eindrücken. Dadurch, dass alle recht selbständig arbeiten konnten, gab es für mich Zeit, Einzelnen oder kleinen Gruppen besondere Einführungen oder Erklärungen zu geben.
    In der 3. ist das etwas schwieriger, weil die Kinder jetzt Klassenarbeiten schreiben müssen. Alle zur gleichen Zeit am gleichen Punkt. *würg* Trotzdem lasse ich 2 Kinder jetzt selbständig durchs Flex und Flo laufen.

    LG! Chester

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    1. Danke für deine Zusammenfassung. Ich habe es teilweise auch ähnlich gemacht. Mit zusätzlichen Materialien konnte ich aber auch immer wieder dafür sorgen, dass die schnellen Rechner auch mit zusätzlichen Angeboten versorgt wurden. Und ohne Buch, da sagst du was, ich meine, dass es mit meinem Material mittlerweile gut auch ohne Buch schaffen könnte.
      LG Gille

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  16. Ich arbeite auch mit Flex und Floh, sowie füttere schwächere Kinder noch mit der Rechenrakete ab. Für stärkere Kinder finde ich es nicht allzu schwer , etwas zu finden: Mathe-Knobel-Stars, Logicals, Känguruh-Aufgaben, Sachaufgaben, finden sich viele.

    Mein Problem ist, bei der großen Bandbreite die Ressourcen zu finden, mit den Kindern eine Herangehensweise zu erarbeiten. Denn bislang hatte ich noch kein Kind, was sich die schwierigen Aufgaben komplett selbständig erarbeiten konnte.
    Mir fehlen die Reserven.

    Gute Links finde ich auch bei du kannst Mathe (zal das Mathespiel), sowie auf den Seiten von Heike Winkelvoss, die alle zwei Monate neue Knobelaufgaben herausgibt.....




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    1. Danke für deinen Beitrag.
      Ich werde am Wochenende mal schauen, was du empfohlen hast. Rund um weiterführende Aufgen ist es immer wichtig, dass sie selbsterklärend sind oder auch in Partnerarbeit erledigt werden. Du hast völlig recht, dass es viele mögliche Aufgaben gibt, die man aber auch einführen und erarbeiten muss.
      LG Gille

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  17. Liebe Gille!

    Auch von mir, einer stillen Stöberin, soll es nun einen Kommentar zu dieser Thematik geben. Da ich nun mit meinem Referendariat fertig bin und ab Februar erstmals alleine als Lehrerin tätig sein werde, beschäftigt mich genau diese Frage schon seit einigen Wochen.

    In Klasse 2 arbeiten wir mit MiniMax (Klett Verlag), das besteht auch aus mehreren Arbeitsheften. Ich mochte es sehr, da es a) sehr gut aufgebaut ist von enaktiven Angeboten zur jeweiligen Thematik und sich dann von ikonischen Aufgaben zu symbolischen steigert, und darüber hinaus zu JEDER Einheit eigene Trainings- und Knobelseiten anbietet. Zusätzlich findet man bei Bedarf immer noch weitere Vorlagen für die Fitten im Lehrerband. Besonders für Planarbeiten fand ich MiniMax genial. In Klasse 3 und 4 arbeiten wir mit den Rechenwegen. Dieses Lehrwerk wiederrum empfinde ich als gruselig, besonders in Kombination mit dem Lehrwerkwechsel für die Kinder. Sie sind von den Darstellungen verwirrt, das Lehrwerk rast davon, hat auf jeder Seite Aufgaben, die nicht zur Einheit gehören und ist rundum einfach nicht kindgerecht aufgebaut. Eben weil einige meiner Rechner noch nicht sicher bis 1000 rechnen und den Aufbau des Zahlenraums noch nicht verinnerlicht haben, weiß ich auch nicht so wirklich Rat, wie hier weitergearbeitet werden soll - alles in allem hat man nämlich immer nur eine Buchseite und eine Arbeitsheft-Seite. Keine Förderung, keine Forderung.

    Mir wurde einst der Band "Mathetigers Lerntheken und Spiele" empfohlen, der lehrwerksunabhängig eingesetzt werden kann und viel Material zu allen Kompetenzbereichen für alle Jahrgangsstufen enthält. Die 25€ habe ich gern ausgegeben, hier findet sich wirklich sehr viel Zusatzfutter, was aber auch Austausch ermöglicht (Spiele, Konferenzen usw.). Im Allgemeinen versuche ich häufig, offene Aufgaben zu stellen, die die Kinder individuell bearbeiten und dann zusammentragen können. Besonders in Klasse 2 für die Einführung der Division als Umkehraufgabe der Multiplikation war das genial - ich hatte einige Kinder dabei, die wirklich alle Aufgaben des 1x1 "herumdrehen konnten" und den anderen erklärt haben, wie sie zusammenhängen. Und selbst die Kinder mit Förderbedarf haben viel rechnen und verstehen können und waren einfach nur stolz auf ihre Leistung. Das waren die motivierendsten Stunden meines gesamten Referendariats.

    Huch, jetzt ist das ja auch so ein Roman geworden. Ich bin froh zu sehen, dass auch die Lehrer, die ich heimlich so bewundere, die gleichen Baustellen haben, wie Berufseinsteiger wie ich. Ich bin auf den weiteren Austausch sehr gespannt und finde auch diese Posts von dir immer wieder sehr anregend!

    Ich wünsche dir eine wundervolle Weihnachtszeit!
    Saskia

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    1. Deinen Beitrag habe ich sehr interessiert gelesen und werde noch ein bisschen in deinen Angaben stöbern und mich kundig machen. Zum Thema werde ich sicher Anfang des Jahres noch ein bisschen mehr schreiben.
      LG Gille

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  18. Hallo Gisela,

    vielen Dank für deine tollen Materialien.
    Ich arbeite gerne mit der Reihe „Eins, Zwei, Drei“ aus dem Cornelsen Verlag. Es gibt dort unzählige Erweiterungen (Diff.block, Kopiervorlagen, Inklusionsadapter etc.). Ein Schwerpunkt dieser Werk-Reihe liegt auf Sprachförderung im Mathe-Unterricht. Vielleicht findest du dort auch einige Hilfestellungen und Anregungen. Ich arbeite von Seiten der Schule mit Denken und Rechnen und bin chronisch unzufrieden über das Tempo und den Aufbau, deshalb ergänze ich mit den Materialien von „Eins, Zwei, Drei“.
    LG J.

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