Dienstag, 20. September 2016

rund um die geflüchteten Kinder... (2)

durfte ich jetzt in den letzten Wochen ein bisschen intensiver einsteigen
und ein paar Kinder kennenlernen und unterstützen...

auch wenn mein Augenmerk eher auf mathematischen Inhalten liegt,
es mir viel Freude macht, gemeinsam mit den Kindern
neue Zahlenräume zu erschließen und Rechenstrategien zu erarbeiten,
so sind in diesem Kontext auch die sprachlichen Anteile 
von grundlegender Bedeutung...
(sind sie ja immer)

hier arbeite ich gerne mit Bildern,
einfachen Satzstrukturen und vor allem mündlich,
aber wenn die Kinder dann lesen können
und nach mehr Futter verlangen, dann geht die Sucherei los...

wieder einmal durfte ich Material des
Finken Verlag ausprobieren

und so habe ich mich in den letzten Wochen
mit den Förderboxen für die Sprachbildung auseinandergesetzt 
und sie auch mit den Kindern bearbeitet,
die bereits entsprechende Lernvoraussetzungen mitbrachten,
indem sie schon erste Wörter gelernt haben und lesen können...

grundlegendes kann man zum Material 
unter dem Link beim Finken Verlag sehr gut nachlesen




 
Gerne und erfolgreich haben die Kinder mit den Arbeitskarten und dem LOGICO-Rahmen gearbeitet. Mir ging es darum, nicht nur einen Grundwortschatz aufzubauen und zu sichern, sondern auch einfache sprachliche Satzstrukturen durch immer wieder erkennbare Übungsformate zu festigen.
Die angebotenen Themengebiete Schule, Wohnen, Supermarkt, durch das Jahr, alles über mich, Freizeit, Stadt und Land und Tiere, sind alltagsrelevant und ein Teil des Wortschatzes konnte ich voraussetzen. So konnten wir anhand der immer wiederkehrenden Übungen Satzstrukturen und grammatische Formen vertiefend trainieren und anwenden. 
Letztlich brauchen die Kinder viel wiederholende Übungen und Anwendung, um unsere Sprache zu lernen und in ihrem Alltag auch tatsächlich nutzen zu können. 
Wenn man sich das vor Augen führt, dann sind Arbeitsmittel oft noch nicht ausreichend, weil der Übungsbedarf immer größer ist, als er angeboten werden kann. Da die beiden Karteien aber wirklich aufeinander abgestimmt sind und die systematische Spracharbeit das ausgewiesene Ziel der Förderboxen sind, wird dem Bedarf an Wiederholung hier bestmöglich Rechnung getragen.


 
 
So wie ich es aus dem Finken Verlag kenne, ist das Material sehr stabil und damit gut handhabbar, es ist ansprechend und verständlich bebildert und spricht so die Kinder an. Wenn nach einmaliger Bearbeitung weiterer Übungsbedarf bestand, haben die Kinder Karten auch gerne mehrfach bearbeitet und konnten sich dann über ihren eigenen Lernzuwachs freuen. Schön finde ich es, dass sich das Material gut im DaZ Unterricht einsetzen lässt, aber auch geeignet ist, um spracharme Kinder zu fördern, die schwerpunktmäßig eher an grammatischen Formen als am Wortschatz arbeiten sollten.

 

Wenn man auf der Suche nach geeignetem Sprachfördermaterial ist, dann kann ich es sehr empfehlen, sich mit diesem Material zu beschäftigen und sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen. Das vielfältige Material, das der Finken Verlag mittlerweile anbietet, ist aus meiner Sicht gut aufeinander abgestimmt, sodass für die Kinder immer ein Wiedererkennungswert spürbar ist, der die Arbeit erleichtert und Motivation aufbaut. Gedacht ist es als schulische Anschaffung, um es dann den Kindern zur Verfügung zu stellen, die eine gezielte Förderung brauchen und damit in freien Unterrichtsphasen auch selbstständig weiterarbeiten können.

vielleicht konnte ich ja den einen oder anderen neugierig machen...

LG Gille

Kommentare:

  1. Hallo liebe Gisela,
    bisher habe ich auch noch nicht wirklich hier kommentiert, obwohl ich dein Material wirklich häufig einsetze und immer wieder begeistert bin, was du für tolle Arbeit leistet!!! Heute ist es anders, denn auch ich habe geflüchtete Kinder im Unterricht und ich setze die Förderboxen vom Finkenverlag in Mathe ein. Wir arbeiten zwar mit "Mathe macht stark" als Diagnosewerkzeug, jedoch geht dabei auch alles über die Sprache. Deshalb habe ich, besonders einem Kind, welches noch größere sprachliche Defizite hat, die Matheförderbox ZR10/20 erklärt und nun darf das Kind selbstständig Karten suchen und bearbeiten, damit ich einen Eindruck erhalte, was das Kind bearbeiten kann. Die Karten eignen sich hervorragend und ich kann im Anschluss ein passendes Lehrwerk oder anderes Material aussuchen.
    Liebe Grüße
    Sarah

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    1. Das hört sich doch sehr gut an. Mit den Förderboxen für Mathe aus dem Verlag habe ich mich noch nie beschäftigt. Schauen werde ich jetzt aber doch mal, wie die aufgebaut sind. Wenn du dich für ein Lehrwerk entschieden hast, dass du anschließend gut einsetzen kannst, dann würde mich sehr interessieren, welches.
      LG Gille

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    2. eins zwei drei aus dem Cornelenverlag ist vielleicht für Kinder mit wenig Sprachkenntnissen geeignet, ich meine zumindest, dass da auf den sprachlichen Anteil ein ganz besonderes Augenmerk gerichtet wird...
      LG Gille

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  2. Liebe Gille,
    es freut mich sehr zu hören, dass du wieder mit Kindern lernen und arbeiten kannst. Das klingt nach einem großen Schritt in Richtung Genesung und nebenbei unterstützt du sinnvoll diese Kinder. Die Arbeit mit Flüchtlingskindern und Kindern ohne Deutschkenntnisse ist wirklich eine große Herausforderung im Schulalltag. Daher lese ich gerne deine Tipps. Da meine Schüler jedoch noch nicht lesen können, kann ich solche Übungsmaterialien im Moment leider noch nicht einsetzen.
    Dir wünsche ich schöne, erholsame und sonnige Tage im Allgäu und weiterhin alles Gute!
    Liebe Grüße
    Andrea

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