Dienstag, 19. April 2016

Material für den DaZ-Unterricht

auch wenn meine Erfahrungen im Unterricht

mit dem Hörbilderbuch Komm zu Wort!
aus dem Finken Verlag

ein bisschen zurückliegen, so will ich sie hier dennoch weitergeben...

Neben der stundenweisen Betreuung einer kleiner Lerngruppe 
mit Kindern aus Syrien,
ist auch ein syrisches Mädchen in meine Klasse gekommen
und so hatte ich mich auf den Weg gemacht,
geeignetes Material für dieses Kind/diese Kinder zu finden
und natürlich auch selbst zu erstellen...

Mit diesem Hör-Bilder-Buch aus dem Finken-Verlag 
haben diese Kinder immer wieder sehr gerne gearbeitet.

Es greift den Grundwortschatz und Satzstrukturen 
aus der Lebenswirklichkeit der Kinder auf,
ist ausgesprochen ansprechend und kindgerecht illustriert
und stabil verarbeitet.





Für den Einstieg hatte ich für die Kinder einen Ting Hörstift besorgt
und dann haben wir uns mit Buch und dem sprechenden Stift
zunächst gemeinsam auf den Weg gemacht.
Die Bedingungen meiner Klasse für die Arbeit mit dem Hörbilderbuch
waren denkbar günstig, denn der murmelnde Stift
und das Kind konnten in einem angrenzenden Arbeitsraum murmeln.

Schritt für Schritt konnten die Kinder mit diesem Arbeitsbuch
recht selbstständig an dem Aufbau eines grundlegenden Wortschatzes arbeiten.
Indem sie mit dem Hörstift ein Bild berühren,
wird ihnen ein Wort oder ein Satz vorgesprochen
und die Kinder dürfen nachsprechen...
Schön ist es, 
dass das Wortmaterial so immer in sinnvollen Satzstrukturen
und Redemitteln angewendet, geübt und vertieft wird.

In der Regel waren die Kinder konzentriert bei der Arbeit
und haben sehr bereitwillig nachgesprochen.
Oft war es eine Hilfe, 
wenn auch ein Kind der Klasse mitgearbeitet hat,
um zum Sprechen zu motivieren und 
die Wörter auch immer wieder zu wiederholen. 

Auch die dazugehörigen Arbeitsblätter im Ordner,
die in Bezug auf Wortschatz und Bildmaterial
genau auf das Hör-Bilder-Buch abgestimmt sind,
bieten sich zum Aufbau, Üben und Festigen des Wortschatzes an.

Dieses Hör-Bilder-Buch als sogenanntes "Sprachbad" konzipiert.
Die Kinder sollen unsere Sprache hören
und so ist es auch kein Drama,
wenn der Stift dann doch auch immer mal wieder 
zum schnellen Anklicken verführt
und nicht immer so genau zugehört wird,
wie wir es uns vielleicht wünschen.
Letztlich gehen die Kinder auch dann noch mit der Sprache um,
wenn ihre Konzentration schon nachgelassen hat,
und ihre Merkfähigkeit eingeschränkt ist.

Auf Fragen zu den Bildern
oder spielerische Aufgabenstellungen 
wurde rund um dieses Material 
von Seiten des Verlages bewusst verzichtet.
Ich hatte zunächst Verständnisfragen
oder Angebote über das Hören und Nachsprechen hinaus vermisst.
Sich mit diesem Material aber ausschließlich
auf das Hören und Sprechen zu konzentrieren
erschien mir im Laufe der Arbeit immer sinnvoller.
So ist das Werk absolut einfach und übersichtlich aufgebaut
und zielgerichtet auf den Aufbau eines Grundwortschatzes ausgerichtet.

Ich persönlich habe das Hör-Bilder-Buch
wesentlich intensiver als die Arbeitsblätter genutzt
und hätte sicher im Laufe der Zeit auch noch 
den einen oder anderen Tingstift ergänzt.
An vielen Schulen gibt es diese Stifte auch 
bereits im Materialfundus für den DaZ-Unterricht
und ich weiß auch von Fachkolleginnen,
dass sie sich vielseitig und gewinnbringend einsetzen lassen.

Rund um die Sprachförderung lohnt es sich
im Finken-Verlag zu stöbern,
um dann gemeinsam in Fachkonferenzen 
über Anschaffungen für die Schule nachzudenken....

LG Gille

Kommentare:

  1. Hallo Gille,
    ich kann das nur bestätigen, was du geschrieben hast.
    Wir haben an unserer Schule einen TING Stift für jede Klasse angeschafft, da wir in allen Klassen und/oder Inklusions oder Kinder, die kein Deutsch sprechen können, haben. Das Buch eignet sich hervorragend zum selbstständigen Arbeiten. Und was noch wichtiger ist. Den Kindern macht es Spaß mit dem Stift zu arbeiten.
    Liebe Grüße,
    Irene

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    1. Schön, dass du meine Erfahrung bestätigst. Die Motivation ist groß und die Kinder haben so ihren Wortschatz stetig erweitert.
      LG Gille

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  2. Hallo Gille,
    wir haben letzte Woche für jede Klasse auch einen TING Stift und das passende Hörbilderbuch angeschafft. Mein erster Eindruck ist ebenfalls sehr positiv. Ich freue mich schon darauf, wenn die Kinder mit dem Material arbeiten. Da ich leider keinen Differenzierungsraum habe, werden die Kinder mit Kopfhörer arbeiten, da der Stift auch einen Kopfhöreranschluss hat.
    LG Anja

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    1. Ich könnte mir auch vorstellen, die Kinder vor der Klasse arbeiten zu lassen, weil das Sprechen hier auch sehr wichtig ist. Wenn sie sich zu zweit mit dem Buch beschäftigen, dann kommt dabei viel raus.
      LG Gille

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  3. Liebe Gille,

    ich arbeite dieses Schuljahr in einer sogenannten Übergangsklasse (1.-4. Jahrgangsstufe). Jedes einzelne Kind ist auf einem anderen Stand und als unsere Schulleitung gefragt hat, was wir gern an Material hätten, habe ich mich hier umgeschaut und mich sehr über deine Empfehlung gefreut. Das Buch und die Kopiervorlagen sind einfach klasse. Die Arbeit mit dem TING Stift ist motivierend und hilft mir täglich bei der Differenzierung. Ohne deinen Tipp, wäre ich nie auf dieses Material gekommen. Danke! Ich kann es wirklich auch nur weiterempfehlen...
    Gleiches gilt für das Rechne Dich Fit Material- es eignet sich perfekt für das differenzierte Arbeiten in dieser Klasse- umso mehr, da wir keine Arbeitshefte oder Bücher zur Verfügung haben. Die Kinder lieben diese Arbeitsblätter- ich glaube gerade, weil diese ohne viel "Schnickschnack" auskommen.
    Ich wollte nur mal berichten, dass dein Material in den unterschiedlichsten Klassenkonzepten universal einsetzbar ist- auch in der Arbeit mit Kindern, die kaum Deutsch sprechen und unter besonderen Umständen unterrichtet werden. Und solche Empfehlungen von erfahrenen Kollegen sind sowieso Gold wert!

    Liebe Grüße,
    Franzi

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