Samstag, 12. Dezember 2015

rund um die geflüchteten Kinder

bekommt Deutsch als Zweitsprache
im Unterrichtsalltag noch einmal eine ganz neue Dimension...

viele Fragen spielen eine Rolle:
  • Wie lasse ich die Kinder ankommen?
  • Wie schaffe ich Nischen, in denen sie spielen und Kontakt knüpfen können?
  • Wie intergriere ich sie in der Klasse?
  • Wie organsiere ich Elterngespräche?
  • Wie kann ich sie am Unterricht teilhaben lassen? 
  • Wie werden sie sprachlich gefördert?
  • Wie und wann findet ein sinnvoller Austausch unter all den Kollegen statt, die möglicherweise an der Förderung beteiligt sind?
  • Welche Materialien kann ich sinnvoll einsetzen? 
  • Mit welchen Materialien können die Kinder möglichst selbstständig arbeiten?
  • Wie kann ich Helferkinder einsetzen....
es gibt so viele Fragen,
die mir unter den Nägeln brennen
und letztlich kaum Antworten... 

vieles muss ausprobiert werden,
was hier passt und geht,
ist an anderen Stellen völlig unmöglich
es ist und bleibt ein breites Feld
und für uns in der Schule 
eine riesige Herausforderung....

ich durfte für den Finken-Verlag
wieder einmal Material in meiner Klasse ausprobieren



 das Material besteht aus drei Bausteinen:
  • einmal großen Bildkarten
  • 8 Themenpostern
  • und einem Handbuch mit Ideen zur Unterrichtsgestaltung und Arbeitsblättern

    (die drei Bausteine kann man auch einzeln erhalten)
im Unterrichtsalltag mit den Kindern 
bewähren sich bei mir die Bildkarten
und auch die Themenposter sehr....

zunächst konnte ich mich an den Vorschlägen im Handbuch orientieren,
aber schnell entwickelt man rund um die Bilder 
und Poster auch eigene Ideen, 
wie man sie gemeinsam mit den Kindern nutzen kann... 

mit den Arbeitsblättern bin ich noch nicht so richtig warm geworden,
sie stellen aber auf jeden Fall Anregungen dar, 
was man rund um das Bildmaterial an weiteren Angeboten machen kann...

Schön ist es, dass im Handbuch die Bildkarten 
auch schwarz-weiß angeboten werden,
sodass man selbst Material erstellen kann.
Leider sind sie nicht auch auf einer CD zusammengefasst,
denn das würde die eigene Materialerstellung sehr erleichtern.

In meinem Unterricht ist diese Bildmaterial jedenfalls nicht mehr wegzudenken,
die Kinder arbeiten gerne damit und bauen einen kindgerechten Wortschatz auf...
so dass ich mir noch weitere Wortfelder
in der gleichen Aufbereitung wünschen würde,
denn über das Angebot hinaus, gäbe es auch weitere Themenfelder,
die wichtig und sinnvoll wären...
(mein Körper/beim Arzt oder Fußball/Sport  Gefühle  Tagesablauf)

Aus meiner Sicht lohnt sich rund um Sprachfördermaterial
das Stöbern im Finken-Verlag sehr!
Vielleicht konnte ich ja ein bisschen neugierig machen?
Auch wenn ich nicht auf alle meine Fragen eine Antwort finde,
so wird mit diesem Material ein Anfang gemacht,
der mich motiviert und wirklich unterstützt!

LG Gille

Kommentare:

  1. Hallo, ich habe noch einen weiteren Tipp für die Förderung! Es gibt die Internetseite www.elif-in-alemania.de . Dort gibt es für viele Dinge Sprachbeispiele in Albanisch, Arabisch und Russisch und dazu passend die deutsche Übersetzung. Mit dieser Seite lassen sich sicherlich einige Übungen gut gestalten.
    Kristina

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    1. Danke für deinen Hinweis, ich werde dort gleich mal schauen. LG Gille

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    2. das hab ich gefunden und finds gut:
      http://www.spielematerial.de/de/muecke-spiele/familienspiele-kindespiele/geschichtenreise.html

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  2. Hallo, es gibt jetzt ganz neu das
    Orolius-Lernprogramm „Deutsch als neue Sprache lernen“:

    Es bietet muttersprachliche Unterstützung in Arabisch, Kurdisch, Afghanisch (Dari), Russisch und Albanisch!
    Ich kenne bis jetzt nur die Demoversion, sie macht auf mich einen guten Eindruck. Gut gefällt mir auch die Anwesungen in der Muttersprache, dann brauchen die Kinder keine weiteren ERklärungen und sie können dann in dem Punkt den deutschen Kindern etwas vormachen.

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    1. Danke auf für diesen Hinweis. Auch da werde ich mal schauen. LG Gille

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  3. Bezüglich deiner Anmerkung, dass es das Bildmaterial nicht auf einer CD gibt, kann ich dir Schubi empfehlen. Meine Schule hat hiervon verschiedene Boxen mit Bildkarten angeschafft. Dazu gibt es eine super CD-Rom die die Bilder aller Boxen in schwarzweiß beinhaltet. Des weiteren kann man Verschiedene Spiele (memory,domino,...), arbeitsblätter sowie Wortkarten mit der CD erstellen. Diese sind für meinen Geschmack jedoch mit schwarz weiß nicht bunt und ansprechend genug;-)

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    1. Die Schubibildkarten schaue ich mir auch gleich noch einmal an. Danke für deinen Hinweis.
      LG Gille

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  4. Hallihallo,

    derzeit leite ich eine Sprachlernklasse und für mich ist auch vieles neu. Elterngespräche organisiere ich, indem ich Vorlagen aus dem Internet ausfülle, die eben zu solchen Gesprächen in vielen Sprachen einladen. Man muss nur noch den Termin eintragen und fertig! Bei meinen Kindern merke ich, dass sie am meisten Fortschritte machen im ungezwungenen Spiel mit deutschsprachigen Kindern während z.B. der Ganztagsbetreuung. Ich habe auch DaZ-Kästen des Finken Verlags und bin gut zufrieden.
    Die Kinder kann man am Besten ankommen lassen, wenn man sie wie jedes andere Kind behandelt, sie lernen Grenzen kennen, welche viele Kinder dringend brauchen, weil sie oft noch keine Schulerfahrungen haben. Durch eben diese Grenzen können sie sich gut in den Alltag eingewöhnen und wissen was sie dürfen und was nicht. Wie der Austausch mit anderen Lehrern am besten ablaufen kann, habe ich bis jetzt auch noch nicht herausgefunden. Momentan erledigt man das meist in Pausen oder nach Unterrichtsschluss.
    In die Klasse lassen sich die Kinder meist einfach integrieren, ich habe die Erfahrung gemacht, dass es am besten klappt wenn sich die Erwachsenen am wenigsten einmischen. Vielleicht kann man ja einige verantwortungsvolle Schüler als "Paten" einsetzen kann.
    Spielphasen sind sehr wichtig, habe ich festgestellt. Gerade in der letzten Stunde lege ich oft eine Spielestunde ein, wo wir Memorie spielen o.ä. Den ganzen Tag durchlernen können die wenigsten, die meisten schalten irgendwann ab, weil es zu viel ist.
    Selbstständig arbeiten können die Kinder super mit Memorie. Ich verlange dabei von ihnen, dass sie je nach Möglichkeit die Bilder zu beschreiben. Das können auch Klasse 3-4 Kinder zusammen.
    Ich arbeite viel mit Liedern und das ist nur zu empfehlen. Zu jeden Thema schreibe ich entweder selbst ein neues Lied oder suche passende einfache aus dem Internet. Die Kinder lieben es und lernen schneller die Begriffe.
    Auch Geschichten vorlesen finden sie toll. Oft verlangen sie, die Geschichte mehrfach zu hören, weil sie eben jedes mal mehr verstehen. Wir haben auch schon öfter Geschichten nachgespielt, wobei jedes Kind kleine Sprechrollen hatte. Das kann man super mit allen Kindern zusammen machen.
    Es gibt noch mehrere DaZ Kästen vom Finken Verlag, einer hat auch als Wortschatzthema "Mein Körper" und vieles mehr.

    Ich hoffe ich konnte dir einige Anregungen geben,
    Liebe Grüße

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    1. Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar! Für mich sind da wertvolle Hinweise dabei und manches macht man doch offensichtlich auch rein intuitiv richtig. LG Gille

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  5. Als DaZ-Material kann ich auch nur das vom Finken Verlag mit dem TING stift empfehlen, weil der Stift den Kindern die wörter sagt, so dass man nicht deutschsprachige Kinder auch mal selbstständig arbeiten lassen kann.

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