Sonntag, 3. Mai 2015

den Unterricht öffnen

es ist und bleibt ein großes Thema,
denn es tun sich unglaublich viele Fragen auf,
immer wieder muss man Stolpersteine aus dem Weg räumen
und kaum hat man kleine Ziele erreicht,
sind schon die nächsten zu stecken....

Rund um meine Hospitation in der letzen Woche durfte ich Kinder bei der Arbeit beobachten, die sehr individuelle Lernwege gehen dürfen und mich hat all das, was ich beobachten konnte sehr nachdenklich gestimmt. Auf den Plänen der Kinder waren die Unterrichtsinhalte zusammengefasst, die sich aus den Lehrplänen ergeben und um die jeweiligen Lernziele zu erreichen, wurden unterschiedliche Materialien benutzt.

ich habe versucht,
die Unterrichtsinhalte bis zum Schuljahresende
mal als einen möglichen Lernweg zusammenzustellen,
um mich selbst mit dieser Form eines Arbeitsplans auseinanderzusetzen ...

 

für euch zur Einsicht

Meine Arbeitspläne sind im Augenblick sehr an unserem Unterrichtswerk Flex und Flo orientiert und ich beobachte immer wieder, dass das Lehrwerk als verbindliche Grundlage für alle oft an Grenzen stößt. 
Hier (rund um die Bearbeitung von Lernwegen) ist es möglich, die Materialien, mit denen die Kinder zu den jeweiligen Themenschwerpunkten arbeiten, individuell festzulegen und den Lernmöglichkeiten der Kinder anzupassen. 
Das Thema (den Unterricht öffnen) ist wie gesagt sehr komplex und um für den eigenen Unterricht weiterzukommen, muss man sich immer als Schule und im Team auf den Weg machen, aber vielleicht können meine Überlegungen ja eine Anregung sein. Für mich ist dieser Lernweg eine Arbeitsgrundlage, er fasst die Unterrichtsinhalte bis zum Schuljahresende zusammen und ich kann diesen Lernweg nutzen, wenn ich in meinem Kollegium von meinen Hospitationsbeobachtungen berichte und wir dann gemeinsam weiterüberlegen, wie der Weg an unserer Schule aussehen könnte.

LG Gille

Kommentare:

  1. Liebe Frau Reinsch,
    ich finde es toll, wie sie ihre Arbeit immer aufs Neue reflektieren und verbessern wollen. Ihre Ideen sind wie immer spitze!!!
    Gerade in den letzen Wochen vor den Sommerferien will und muss man noch so viele Themen in Mathe 1 machen, dass man leicht den Überblick verliert und sich sehr von dem Lehrwerk gegängelt fühlt. Auch wenn man spürt, dass einige Kinder noch gar nicht soweit sind, ist man verführt einfach weiterzumachen, weil man mit dem Stoff sonst gar nicht durchkommt. So ist ihr Gedanke, jedem Kind so einen "Lernrweg" an die Hand zu geben, einfach genial, oder habe ich das falsch verstanden. Der Plan ist für das Kind gedacht, oder? Und gleichzeitig behalte ich als Lehrer den Überblick, was alles noch zu tun ist. DANKE für ihr "Anstupsen " : )
    Ch. Hammer

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    1. Genau so sind die Lernwege zu verstehen. Sie sind für die Hand der Kinder gedacht, sie hängen auch oft in Klassen, die so arbeiten. Die Kinder malen dann das Feld an, das sie bearbeitet haben und haben selbst auch einen Überblick. Ob ich diese erste Überlegung an die Kinder weitergebe, das weiß ich noch nicht. Als Anregung kann ich mir diesen Plan aber hier auch so schon vorstellen. LG Gille

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  2. Liebe Gille,
    die Lernweg-Idee ist ja nun kein neue und wird durch deine Grafik nur wieder einmal mehr ins Gedächtnis gerufen.

    Gleichzeitig frage ich mich jedoch, wie individuelle Lernwege mit deinem sonst hier veröffentlichen Material im Zusammenhang stehen?
    Du veröffentlichst hier weitgehend absolut kleinschrittiges, lehrerangeleitetes Material - welches weit ab von individuellen Lernwegen ist, sondern immer wieder - wenn auch auf verschiedenen Ebenen - Lernwege vorgibt- insgesamt frage ich mich soundso, wann du deine 25.000 ABs neben dem Lehrwerk überhaupt einsetzt?

    Ich sehe weder die Notwendigkeit noch die zeitliche Möglichkeit!

    Nicht böse sein, denn deine ABs können hin und wieder ganz bestimmt für eine Fördergruppe sinnvoll sein - aber das "Ganze" mit Lehrwerk für Mathe? Und vor allem im Hinblick auf individuelle Lernwege und damit auch auf individuelle Rechenwege und Problemlösungsstrategien ein "no-go!" für mich!

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    1. Rund um das offene Arbeiten scheinst du weiter als ich zu sein. Da ist mein Lernstübchen mit seinen 25.000 Arbeitsblätter zur Auswahl für dich sicher nicht das richtige! Würde ich hier nur die Arbeitsblätter weitergeben, die ich selbst als Klassensatz kopiere, dann würde sich hier kein Fundus entwickeln und wahrscheinlich könnte kaum jemand meine Seite nutzen. So ist für viele immer mal wieder etwas dabei und wenn es auch nur kleine Fördergruppen betrifft oder es Gestaltungsideen sind... LG Gille

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    2. Hallo,
      konnte beim Lesen des obigen Wortwechsels einfach nicht der Versuchung widerstehen, Gille etwas zur Seite zu springen.
      Individueller Lernweg bedeutet ja mitnichten, dass man die Kinder einfach "wurschteln" lässt, einen Eindruck, den man beim Lesen obiger Notiz gewinnen könnte - individuell bedeutet für mich, dass die Kinder dort abgeholt werden, wo sie stehen und wo es "klemmt" und dafür braucht man genau solches kleinschrittiges Material (und zwar genau das passende), wie es Gille mit unglaublichem Fleiß und Sorgfalt immer wieder herstellt, wofür ich als Förderschullehrerin mit Einsatz an verschiedenen Schulen immer wieder mehr als dankbar bin - hierfür unbekannterweise mal ein ganz dickes Lob und auch danke dafür, dass du dich immer wieder aufs Neue auf den Weg machst - im Vergleich zu manch anderem, der davon ausgeht, die Weisheit mit Löffeln zu sich genommen zu haben - immerhin steht es ja jedem frei die Seite zu nutzen (auch hierfür danke!!!!) oder dies - wie ich in obigem Falle empfehlen würde, einfach sein zu lassen... Liebe Grüße Marion

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    3. Danke, ich kann unter solchen Kommentaren immer ein bisschen Unterstützung brauchen. Den kritischen Teil solcher Kommentare kann ich durchaus wertschätzen und nachvollziehen, was wahrscheinlich gemeint ist. Schnell geht das ganze dann aber ins Abfällige, wenn mit Begriffen wie "no-go! gearbeitet wird und die 25.000 ABs zum Problem werden. Dann kommen Unterstellungen dazu, denn wie ich mein Material einsetzt, das bleibt ja oft offen.... HIer dann ein bisschen Unterstützung zu haben, das tut schon gut, denn sonst bleibt die Frage offen, wie sinnvoll ein solches Lernstübchen ist. LG Gille

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  3. Wir haben im Moment gerade ähnliche Überlegungen. Wir arbeiten sehr frei, mit Arbeitsrastern auf denen die erledigten Arbeiten eingetragen werden. Die Auswahl der Arbeit trifft das Kind selbst und wir begleiten es und geben Hilfestellungen bzw. weisen teilweise eben darauf hin, dass es durchaus sinnvoll wäre, mal etwas neues anzugehen. Und dafür haben wir uns für nächstes Jahr auch solche Lernwege überlegt, um den SchülerInnen und auch uns mehr Überblick über Möglichkeiten und schon Geschafftes zu geben.
    lg
    Anja

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  4. Auffällig an deinem (und vielen anderen) Lernwegen finde ich die Input-Orientierung. Allenthalben wird doch sonst die Kompetenz- und damit auch Output-Orientierung betont. Wäre dies nicht auch für die Hand der Kinder sinnvoller? Einige wenige, basale (an den Lehrplänen orientierte) Kompetenzen, formulierte in einer für Kinder verständlichen Sprache?

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  5. Ich finde deine Arbeitsblätter prima als Fundus für zusätzliches Material.
    Ich verstehe nicht, warum in den Kommentaren so viel gegängelt und kritisiert wird. Im offenen Arbeiten mit individuellem Lerntempo brauchen die Kinder doch auch individuell mal mehr und mal weniger Material bis der Lernstoff verstanden ist. Arbeitsblätter sind doch nicht per se immer für alle Kinder einer Klasse gedacht. Wem es nicht gefällt oder die "Sprache" nicht passt kann sich doch selber eine Seite entwickeln oder es einfach sein lassen!

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    1. So viel wird nicht gegängelt und manch kritischer Gedanke ist ja auch einfach berechtigt. Schön ist es auf jeden Fall, dass du und viele andere auch den Fundus hier nutzen können und in der Regel hier auch ein positiver Wind weht. Danke dafür! LG Gille

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  6. Ich stelle zur Zeit auch intensive Überlegungen zur Individualisierung und Öffnung von Unterricht an. Ein Jahresarbeitsplan o.Ä. finde ich prinzipiell eine tolle Idee. Bedenken habe ich in Bezug auf die Übergänge zwischen den Klassenstufen. Wie kann ich bei schwächeren Kindern garantieren, dass sie die Grundkenntnisse z.B. der 1. Klasse bis zum Ende des Schuljahres beherrschen, wenn sie in ihrem eigenen Tempo arbeiten?

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