Freitag, 24. Oktober 2014

Ich für dich, du für mich

eine kleine Rezension

Im Loewe Verlag gibt es die Reihe "Ich für dich, du für mich". Die Bücher dieser Reihe sind alle für Leseanfänger geschrieben und so konzipiert, dass sie zum gemeinsamen Lesen von Kindern und Erwachsenen gedacht sind. Auch wenn dieses Lesekonzept kein grundsätzlich Neues ist, finde ich diese Idee immer wieder bestechend. Für die Leseprofis sind die Textabschnitte immer länger gehalten, während die Leseanfänger jeweils nur einen kurzen Text in großer und auch bunt hervorgehobener Schrift zu lesen haben. Besonders schöne finde ich die Idee des Loewe Verlags, dass die Leseanfänger über das Lesen die Möglichkeit angeboten bekommen, sich mit der jeweiligen Hauptperson zu identifizieren und in ihre Rolle hineinschlüpfen, indem sie in der Regel Textstellen lesen, die von dieser Person gesprochen werden. Grundsätzlich liegt da dann auch der Gedanke nah, dass betontes Lesen geübt werden könnte. Bevor das gemeinsame Lesen auf dem angebotenen Niveau also wirklich sinnvoll ist müssen die Kinder schon über die Phase des ersten Lesens hinaus sein.
Inhaltlich habe ich mich mit drei Büchern beschäftigt.

 Die drei Freundinnengeschichten sind ausschließlich für Mädchen
und sicher für das angesprochene Alter auch inhaltlich ansprechend geschrieben.


Sag nein zu Fremden hat mich thematisch angesprochen,
da es einfach immer wieder ein wichtiges Thema bleibt,
was mit den Kindern zu besprechen ist.
Hier sind zwei Geschwister mit einem Fremden mitgegangen 
und in einer sehr unangenehme Situation geraten.
Ich persönlich fand das Ende der Geschichte 
etwas zu dramatisch und an der Realität vorbei,
aber das kann man sicher auch anders sehen.


In diesem Buch geht es um einen kleinen Jungen,
der ausgesprochen viel Phantasie hat
und sich immer wieder aus der Realität hinausträumt.
Auch hier erschien mir das eine oder andere etwas weit hergeholt,
aber ich könnte mir durchaus vorstellen, 
dass es Kinder gibt, die sich genau mit diesem Jungen gut identifizieren können.

Es lohnt sich auf jeden Fall, in einer Buchhandlung nach dieser Reihe einmal Ausschau zu halten und selbst zu schauen, ob man ein Buch findet, das einen persönlich anspricht und zu dem eigenen Kind passt. Ich werde auf meinem zweiten Elternabend sicher auf Bücher dieser Art hinweisen, denn ich habe jetzt schon Kinder, die lesen können und nach Futter schreien.

LG Gille


Kommentare:

  1. Liebe Gille, vielen Dank für deine Tipps! Mich interessieren nun auch seeeehr deine Deutsch-Sachen, da ich nach den Herbstferien Klasse 2/3 einer Kollegin übernehmen werde. Die Zweitklässler sind sehr schwach und können erst einige Buchstaben, die Drittklässler können lesen, wenn auch nicht gut... Von daher werde ich mich nun auch zunehmend mit deinem Deutsch-Material beschäftigen ;-)
    Lg Silke

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    1. Cool, das finde ich klasse. Beteilige dich gerne auch mit Ideen. Hier entsteht ja nie das Supermaterial schlechthin, sondern vieles lässt sich noch sinnvoll weiterentwickeln, differenzieren oder ergänzen. LG Gille

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    2. ... und übrigens, für schwache Leser ist es bestimmt auch in der Schule klasse, Texte zu lesen, die abwechselnd zu lesen sind. Da lässt sich bestimmt viel entwickeln. nochmal LG Gille

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  2. Ich muss mir jetzt erst mal nen Überblick verschaffen. Ist grad ziemlich viel, vor allem viel Unsicherheit in den letzten Wochen... Aber jetzt steht es fest und ich freue mich sehr (wenn ich aus guten Gründen eigentlich keine eigene Klasse wollte), aber jetzt freu ich mich, der Elternabend die Woche war super und ich werde die heute beginnenden Herbstferien nutzen und mich einarbeiten... Lg Silke

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    1. Liebe Silke, ich freue mich mit! Wenn du magst, kannst du gerne mal wieder anrufen. Vielleicht ist der Austausch ja ganz hilfreich. Inhaltlich werden wir ja tatsächlich nicht ganz weit von einander entfernt arbeiten. LG Gille

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  3. Liebe Gille, danke für das Angebot, wenn ich mir einen überblick verschafft habe, komme ich gerne darauf zurück. Gerade rund um die Diskussion Grundschrift oder Schreibschrift hätte ich einige Fragen... Verstehe ich es richtig, dass ihr jetzt die Grundschrift und dann keine Schreibschrift lernt!? Das wäre mein Wunsch für meine Förderschulkinder... Lg Silke

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    1. Genau so ist es, ich würde mir wünschen, dass man die Möglichkeiten der Verbindungen immer mal wieder so bespricht, dass die Kinder daraus dann eine verbundene Handschrift entwickeln können. LG Gille

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