Freitag, 18. Juli 2014

und mal wieder ein kleiner Ausblick ....

.... damit mir bloß meine Zeit nicht so furchtbar durch die Finger rinnt, muss ich mir Ziele stecken. Für euch einen Ausblick zu schaffen hat immer den Vorteil, dass ihr wisst, was euch erwartet. Außerdem soll es natürlich zum Mitüberlegen und zur Beteiligung einladen.


die ersten Wochen des Mathematikunterrichts 
möchte ich mir gerne vornehmen

Wie geht es in den Flex und Floheften los?
Wie sieht die Diagnose aus?
Wann beginne ich mit den Arbeitsplänen für die Kinder?
Wie genau sind die Arbeitspläne strukturiert?
Welche zusätzlichen Materialien setze ich ein?
Gibt es noch Material, was ich anschaffen möchte?

Es gibt wichtige und konkrete Fragen, die sich immer wieder aufs Neue stellen und die in Angriff genommen werden wollen. Mal sehen, ob ich mich und euch hier ein bisschen motivieren kann?
Ein ganz paar Ablenkungsprojekte wird es aber auch geben, denn wenn ich über große Fragen nachdenke, dann gehe ich gleichzeitig gerne einfache und klare Dinge an, um der Not des unangenehmen Grübelns ein bisschen aus dem Weg zu gehen.

euch einen schönen Tag
LG Gille

Bildchen von Nicole Trapp (Frau Locke)

Kommentare:

  1. Liebe Gille,
    prinzipiell arbeite ich komplett ohne Mathebuch- ich habe ein ÜH bestellt damit ich nicht so viel kopieren muss. Im letzen Jahr habe ich die Eingangsdiagnostik von PIK-AS genutzt. Im Jahr davor habe ich einige Übungen zur Diagnostik selbst zusammen gestellt und quasi mir mit jedem Kind 10 min Zeit genommen, um in der 1:1 Situation die Lernausgangslage festzustellen (und auf einem Bogen zu protokollieren).
    Mit Arbeitsplänen arbeite ich leider kaum. Eher erhalten die Kinder kleine strukturierte Lernhefte zu unterschiedlichen Themen (Ziffernkurs, Mengenzuordnung, Zahlzerlegung usw. - aus KV zusammen gestellt) .
    Ich arbeite in dieser Zeit aber auch sehr Material gestützt- also lasse die Kinder immer wieder Mengen mit Plättchen legen und mit dem Zehnerfeld hantieren.
    Darüber hinaus habe ich über die Jahre einen großen Fundus an Freiarbeitsmaterial - gerade für Mathe- angelegt. Hier können die Kinder immer wieder dran gehen, wenn sie mal etwas anderes machen wollen, mit dem Pflichprogramm fertig sind, mit den Zweitklässler zusammen arbeiten wollen oder weil es Spaß macht. Ich habe mich in der Auswahl der Freiarbeitsmaterialien auch an 'Bruno Rechenbär' orientiert der in seiner Schule ein Mathe-Labor eingerichtet hatte. Wir haben das an der Schule nicht aber ich habe mehrere Regale mit Mathematerialien gefüllt (Montessori, Knobelspiele, geometrische Aufgaben, selbst erstellte Karteien zu mathematischem Material, usw.). ;o)
    Da ich immer in der 1/2 arbeite kann ich es immer wieder gut nutzen!

    LG BiStro

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    1. Ohne Buch würde mich auch reizen. Auf der anderen Seite lassen sich die Flex und Flohefte letztlich wie Arbeitshefte einsetzen und vieles kann ich schon gut ergänzen und mit meinen Ideen verbinden. Ich würde mal sagen, dass diese Arbeitshefte einem noch einen guten Spielraum lassen, eigene Schwerpunkte zu setzen... PIK-AS ist eine super Erinnerung rund um Diagnose und was du für ein Arbeitsheft nutzt, das würde mich doch sehr interessieren. Wäre nett, wenn du das verraten würdest. Und auch von mir ein herzliches Dankeschön was deine Beiträge betrifft. Sie bringen mich immer weiter und sind so eine ganz wesentliche Motivation für mich, mein Lernstübchen zu pflegen. LG Gille

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    2. Liebe Gille,
      der Grund warum ich meist ohne Buch arbeite ist die Jahrgangsmischung, sonst besteht die Gefahr, dass man Abteilungsunterricht macht. Bei uns ist zudem das Konzept Mathe 2000 (also das Zahlenbuch) an der Schule bindend- also Strukturen, bestimmte Materialien, Übungsformate, Prinzipien usw.
      Die Grundschule Kleine Kielstraße hatte aufgrund der Jahgrangsmischung ein eigenes Mathewerk entwickelt, das 'Matherad'. Das möchte ich im nächsten Durchgang - also nächsten Sommer mal testen. Aus Zeitgründen hatte es mit der Hospitation vor Ferienbeginn nicht mehr geklappt und die Schulbuchbestellung musste raus. ;o)

      Ich habe jetzt als Übungheft den 'Mathepilot' für Klasse 1 gewählt, weil man schlichtweg viel Material für Geld bekommt (Teil A und Teil B). Den 'Mathematikus' habe ich auch schon mal getestet (Arbeitheft Teil 1 und Teil 2.) Wir haben auch zwei Klassen mit Mischung 1-4 an der Schule- die arbeiten alle mit Flex und Flo. Die Sachen finde ich auch prima.

      Nun denke ich dann doch über die Arbeitspläne nach ;o)- lieben Dank für die Anregungen!!
      LG BiStro

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    3. Das hört sich ja alles sehr interessant an. Das Matherad habe ich für mein Förderkind gerne genutzt. Ich finde auch das Material dazu absolut stimmig aufgebaut. Ich wäre mir für meinen Unterricht nicht sicher, ob es für die Schnell- und Gernedenker genügend Futter bieten würde. LG Gille

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  2. Guten Morgen, liebe Gille und Bistro (denn deine Kommentare lese ich auch sehr gerne:-))!
    Auch ich bin kein Freund von Arbeitsplänen, bei mir sieht es ähnlich aus wie bei Bistro, allerdings auch mit Buch dabei, denn ganz ohne würde bei vielen Eltern nicht so gern gesehen werden. Zum Glück kann ich mir aber immer rauspicken was ich davon machen möchte und oft nützen wir das Buch nur als gemeinsame Wiederholung. Nun ja, mich betrifft die 1. ja erst nächstes Jahr, bis dahin stöber ich jeden Tag hier bei dir rum:-)
    Jetzt noch schnell ein zweiter Kaffee und dann geht's weiter.
    Euch einen schönen, sonnigen Tag:-) Karin

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    1. Schön, dass du hier gerne liest und Anregungen findest. Was die Arbeitspläne angeht, geht unsere Einschätzung scheins ein bisschen auseinander. Ich habe damit so konsequent, wie ich es jetzt vorhabe noch nicht gearbeitet. Verknüpfen tue ich damit aber sehr die Hoffnung, dass die schnellen und fitten Kinder so besser gefördert werden, da immer klar ist, dass sie mit Aufgaben fertig sind und weiteres Futter brauchen. Außerdem wird so das gute Freiarbeitsmaterial viel gezielter zum Einsatz kommen. Mal sehen, wie sich das Ganze dann in der Praxis darstellen wird. Verrätst du, welches Buch du nutzt? LG Gille

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    2. Ich hatte jetzt 4 Jahre den Mathetiger - bedingt zufrieden damit, für das nächste Jahr nehme ich Lasso, weil ich komplett umstelle. Ich sollte vielleicht dazu sagen, dass es bei mir auch Pläne gibt ab und zu, Werkstattarbeit, Buchstabenstationenplan o.ä., aber nicht durchgehend oder überwiegend. Ich bewundere aber Lehrerinnen, die konsequent komplett individuell arbeiten lassen und guck mir gern was ab:-)

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    3. Lasso kenne ich nicht. Lohnt es sich, da mal reinzugucken? LG Gille

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  3. Guten Morgen Gille, ich habe im kommenden Schuljahr auch ein erstes Schuljahr und auch wir arbeiten mit Flex und Floh und in den nächsten Tagen beginne ich mit der Erarbeitung der Lernschritte ( so heißen die Arbeitspläne für die Hand der Kinder bei uns). Wärst du an einem Austausch interessiert? LG aus Hessen
    Astrid

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    1. Absolut, schreib mir doch einfach mal eine Mail und dann schauen wir konkret. Adresse findest du im Impressum. Ich freu mich drauf, denn der Anfang ist nicht leicht. LG Gille

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  4. Liebe Gille,
    ich muss leider immer an den PC, um mich hier "zu Wort zu melden" - das iPad schmeißt meine Kommentare nach halb geschriebenen Texten immer wieder raus.
    Daher eben erst jetzt verspätet meine Meinung zu diesem Thema:
    Ich finde es immer bedenklich, im Bereich Mathematik mit Arbeitsplänen zu arbeiten, da wesentliche Kriterien unseres Lehrplans (NRW) aber auch der Bildungsstandards der KMK so nicht erfüllt werden. Im Bereich der prozessbezogenen Kompetenzen kommen gerade das Argumentieren und Kommunizieren viel zu kurz.
    Wichtiger wäre für mich eine Differenzierung auf unterschiedlichen Niveaustufen, so dass Kinder eine Einheit gemeinsam beginnen (gleiches Thema), auf unterschiedlichen Niveaustufen arbeiten und am Ende ihre Ergebnisse zusammentragen.
    Natürlich bin ich mir darüber bewusst, dass leistungsschwächere Kinder in solchen Reflexionen teilweise überfordert sind, ich glaube jedoch, dass sie durch Zuhören und Nachvollziehen eine Menge lernen können.
    Arbeitspläne machen für mich Sinn, wenn ein neuer Zahlenraum erschlossen wird (ab Klasse 2). Für alles andere nutze ich sie im Mathematikunterricht nicht mehr.
    LG Anne

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    1. Danke für deinen ausführlichen Beitrag! Ich würde gerne beides miteinander verbinden. Erarbeitungs- und Reflexionsphasen sind meiner Meinung nach nicht ausgeschlossen, wenn man mit Arbeitsplänen arbeitet. Es muss sich doch auch nicht immer die ganze Klasse austauschen. Gespräche mit 26 Kindern so zu führen, dass alle miteinbezogen sind ist, einfach schwierig. Ich habe immer wieder festgestellt, dass sich viele Kinder ausklinken. Nach den Erfahrungen, die ich gemacht habe suche ich nach einem Mittelweg. LG Gille

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